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Mittwoch, 6. Dezember 2023

Hausschlachtung

Bockhorn ist ja nicht nur eine schöne, große Oldtimersause, sondern auch ein Möglichkeit Leute kennenzulernen die ähnlich ticken wie man selber. Dort trafen wir letztes Jahr auch eine junge Dame, welche ebenfalls einen Blausilbernen Chevy S10 fährt. Das ist echt nicht oft der Fall, muß man einfach sagen. Das war so ein richtiger "Bitte Was?" - Moment:

ein affengeil unrestaurierter Zustand!

Nun gut, man versteht sich und hält Kontakt, trifft sich in Bockhorn wieder usw.

Leiderleider ist diesem Wagen kein Glück beschieden gewesen. Diesen Spätsommer ist ein den Gegenverkehr überholender Motorradfahrer mit Warp 5 frontal reingekracht. Der Kradfahrer hat es irgendwie überlebt, der Lenker des Blazers (der Lebensgefährte der Besitzerin) kam mit Brustkorbverletzungen davon. Der Wagen ist leider ein Totalschaden.

Aber ein Totalschaden, welcher noch brauchbare Dinge in und an sich hat. Nun, S10 Blazer sind rar gesät und in der Farbkombi sowieso. Da lag es auf der Hand das hier Teile vom Einem zum Anderen wandern werden.

Also machten wir uns auf nach Bremen um dort einen Schraubertag einzulegen.

Nach einem gemütlichen Roadtrip gab es erstmal vor Ort weiteres US-Eisen zu betrachten. Hier die Amiversion eines VW-Bus.



Luftgekühlter Sechszylinder Boxer im Heck


Kurbelfenster in den Seitentüren!





Das Ding ist so groß, das hier sogar Motorräder Platz fänden - anders als in der Deutschen Version aus Niedersachsen...

Ok, an Aufgaben mangelt es hier also auch nicht. Aber wir waren ja zum räubern hier.

Autsch





wie irre weit sich das Alles in den Innenraum geschoben hat...


Und das hier, was um die Vorderachse gewickelt ist,...

...das ist tatsächlich der Tank des Motorrades!

Ja, das war echt zu kotzen. Das arme Auto. Was für eine Schande. Aber er hat sich tapfer für seinen Lenker aufgeopfert. Nicht auszudenken wenn er mit was anderem außer vielleicht noch `nem 40 Tonner unterwegs gewesen wäre.


auf geht´s





Die Damen kennen sich ja bestens aus. Also hatten wir viel Zeit zum zugucken





mit wieviel Schrauben dieser Kotflügel befestigt war, ist schon Grotesk

Es stand auch noch anderes Gelumpe herum

nun noch die Türe raus



Man merkte der Besitzerin die ganze Zeit an wie weh ihr das tat.



auch Okinol


Alles in allem war es trotzdem ein schöner Schraubertag und die erworbenen Teile kommen nun wieder zu neuem Leben. Ach ja, der hintere Teil des Blazers, also ab den B-Säulen, wird nun zum Schlafanhänger umgebaut. Somit ist nicht alles verloren. 

Wir verbrachten dann noch den späten Nachmittag mit aufwärmen, schwätzen und Kaffee/Biertrinken, bevor wir uns dann in die Nacht hinein Richtung Heimat begaben.


Brennstoff auffüllen





Dienstag, 28. Februar 2023

Säule der Macht

Das amerikanische Rechteckwunder der Herzdame macht ja brav seinen Dienst, nur die Peripherie kackt halt überall leicht ab. Machste das eine fertig, fängt das andere an rumzujammern. Also alles was irgendwie an dem Auto dran ist und sich bewegt, will mal Aufmerksamkeit haben - aber irgendwie immer so, das es nur etwas nervt aber kein Totalversagen auftritt. Eine angemehme Eigenschaft - da ist mein doitscher Mülleimer viel defekter bei der Sache.^^

Gut, was war es jetzt? Die Lenkradverstellung (ja, hat er) bekam ein ekliges Eigenleben. Eine Menge Spiel war da mitlerweile im Gange, welches sich ungünstig auf das wohlbefinden beim Lenken auswirkte. Abhilfe mußte geschaffen werden. Eigentlich sind es nur vier Schrauben welche wieder fest nachgezogen werden müssen....

Fährt man Alteisen im Alltag, findet man auch schnell Altautofreunde. Hier hatten wir dankenswerterweise die Möglichkeit in einer solchen Wirkungsstätte zu...wirken.

Ahhh, im trockenen - und mit Licht. Supi





Mhmmmm, eine "Pallas"

Hurra, das erste ist abgefummelt.


und ab hier wurde es dann ätzend

ein Niederdrücker mußte gebaut werden um den Wiederstand der Feder zu überwinden


 

 

 
Dann konnte auch endlich der Sicherungsring entfernt werden um an das Innere zu gelangen - was aber nicht bedeutet das man schon an die losen Schrauben heranlangt.







Ab hier wurde es dann noch etwas mühsamer, denn dieser komische Paßstift ließ sich zum verrecken nicht dazu überreden aus seinem Verließ zu kommen. Wir haben diverse Schrauben verschlissen und am ende sogar mit dem guten 5 Kilo Gleithammer(!) rumberzerkert - aber nüchte. 

Tja, da geht ohne das richtige Spezialwerkzeug leider nix. Glücklicherweise kam man aber auch so an drei der vier Schrauben dran und es wurden jene mit Loctite benetzt und angeknallt. Also den Amerikaner amerikanisch repariert. Es war auch schon dolle spät und die Bocklosigkeit groß.



Danach - oder wärenddessen eher - wurden auch noch flux die kürzlich vergessenen neuen Beläge verbaut

Hilfsmittel



der Rückbau war auch recht fummelig. Also die Amis können auch schön deutsch kompliziert konstruieren

Nachts ging es über leere Straßen heim

 

 

Danke an Lukas für seine wertvolle Unterstützung.




Hier mal ein Video, so als Einblick wie viel Gedöne das eigentlich war: