Dienstag, 28. Februar 2023

Säule der Macht

Das amerikanische Rechteckwunder der Herzdame macht ja brav seinen Dienst, nur die Peripherie kackt halt überall leicht ab. Machste das eine fertig, fängt das andere an rumzujammern. Also alles was irgendwie an dem Auto dran ist und sich bewegt, will mal Aufmerksamkeit haben - aber irgendwie immer so, das es nur etwas nervt aber kein Totalversagen auftritt. Eine angemehme Eigenschaft - da ist mein doitscher Mülleimer viel defekter bei der Sache.^^

Gut, was war es jetzt? Die Lenkradverstellung (ja, hat er) bekam ein ekliges Eigenleben. Eine Menge Spiel war da mitlerweile im Gange, welches sich ungünstig auf das wohlbefinden beim Lenken auswirkte. Abhilfe mußte geschaffen werden. Eigentlich sind es nur vier Schrauben welche wieder fest nachgezogen werden müssen....

Fährt man Alteisen im Alltag, findet man auch schnell Altautofreunde. Hier hatten wir dankenswerterweise die Möglichkeit in einer solchen Wirkungsstätte zu...wirken.

Ahhh, im trockenen - und mit Licht. Supi





Mhmmmm, eine "Pallas"

Hurra, das erste ist abgefummelt.


und ab hier wurde es dann ätzend

ein Niederdrücker mußte gebaut werden um den Wiederstand der Feder zu überwinden


 

 

 
Dann konnte auch endlich der Sicherungsring entfernt werden um an das Innere zu gelangen - was aber nicht bedeutet das man schon an die losen Schrauben heranlangt.







Ab hier wurde es dann noch etwas mühsamer, denn dieser komische Paßstift ließ sich zum verrecken nicht dazu überreden aus seinem Verließ zu kommen. Wir haben diverse Schrauben verschlissen und am ende sogar mit dem guten 5 Kilo Gleithammer(!) rumberzerkert - aber nüchte. 

Tja, da geht ohne das richtige Spezialwerkzeug leider nix. Glücklicherweise kam man aber auch so an drei der vier Schrauben dran und es wurden jene mit Loctite benetzt und angeknallt. Also den Amerikaner amerikanisch repariert. Es war auch schon dolle spät und die Bocklosigkeit groß.



Danach - oder wärenddessen eher - wurden auch noch flux die kürzlich vergessenen neuen Beläge verbaut

Hilfsmittel



der Rückbau war auch recht fummelig. Also die Amis können auch schön deutsch kompliziert konstruieren

Nachts ging es über leere Straßen heim

 

 

Danke an Lukas für seine wertvolle Unterstützung.




Hier mal ein Video, so als Einblick wie viel Gedöne das eigentlich war:



Samstag, 25. Februar 2023

Altenbetreuung


 

Die 34er Standuhr bekam die dringend nötige Durchsicht. 

 

Ein Haufen Kleinigkeiten standen an. Die Elektrik sollte mal geprüft und gegebenenfalls überholt werden. Hier zeigten sich eigentlich nur ein paar Standschäden in Form von Oxydation. Vor allem der Lichtschalter benötigte etwas nachdrückliche Überzeugungskraft. Was aber auch an seiner völlig behämmerten Position zu suchen ist. Er liegt nämlich am Lenkgetriebe! 

Ja, genau. 

Der Lichtschalter ist eins mit dem Hupenknopf im Lenkrad. Standlicht, Abblendlicht und Fernlicht werden hierüber geschaltet - aber nicht über einen elektrischen Kontakt. Nein, nein, eine laaaaange Stange betätigt durch die hohle Lenksäule hindurch den Schalter durch eine Drehbewegung - mit den entsprechenden Verwindungen. Also super unexakt. 

Völlig bescheuert. Richtig blöd gemacht. 

Und der Schalter hängt natürlich im Spritzwasserbereich wo er durch eine abnehmbare Gummimanschette "geschützt" wird. Und da dies noch nicht reicht, wird er von "oben" auch schon mit Öl aus dem Lenkgetriebe versorgt.

Amis.....

Die Batterie bekam dann auch noch eine schöne neue Befestigung (liegt unter der Bodenplatte auf der Fahrerseite). Ach ja, im übrigen ist dieses Exemplar lustig umgebaut auf positive Masse! Jahaha, das hat ein wenig gedauert bis ich kapiert habe was für eine verfickte Scheiße hier eigentlich abgeht. Das ist doch kein Auto von der Insel. Hat man wohl gemacht um die den Umbau auf eine Drehstromlima (6Volt) zu bewerkstelligen!

Alter, meine Nerven....

Dann war der im Tank befindliche Kraftstoff auch schon richtig alt. So alt das er nach ollem Zweitaktöl roch. Der sollte auf Wunsch raus und entsorgt werden. Habe ich dann in meinem Auto entsorgt. Der hat das einfach so gefressen.

74 Oktan(!) ist  die Mindestanforderung und die hatte der Sprit wohl ( da wäre der 34er auch noch locker mit gelaufen, aber bitte...).

hier sieht man die Wippe

Nachdem dort alle Unstimmigkeiten beseitigt wurden, kam der Sprit raus.







Naja, denn haben wir an derBremse rumgemacht, aber nur nach Buch. Und das hat was von "Schätzeisen". Der Bremsenprüfstand war aufgrund einers Sensorenfehlers leider nicht einsatzbereit und deshalb fuhren wir auf gut Glück zur Prüfstelle - vor allem um mal zu sehen was denn so im Auge des Prüfers nicht stimmen mag. 

 



Tja, war ganz einfach: die Bremsen


Ja, Ok. Wie unerwartet.

Also wurden die Bremsen mal angegangen. Ziemlich viel war einfach fest und aufgrund der Gestängelage - jaha, Gestängebremse - auch ziemlich ungenau. Aber richtig läppsch waren die Trommeln. Zumindestens die vorne Links. Junge war die unrund. 

Also abbauen und abdrehen.

Der Exzenter muste mit Gewalt und Schmiere zum mitmachen gedrängt werden

reindrehen - Beläge gehen auseinander, rausdrehen - Beläge gehen zusammen (mit Rastung)


Überraschung! Die vorderen Trommeln sind belüftet!


Egal, trotzdem unrund - oder deswegen?

mal auf Maß bringen


so schön

Yes. Das war schon ganz gut. Aber Probieren geht vor studieren. Und da die neuen Sensoren für den Bremsenprüfstand schon da waren und sogar verbaut wurden - von seiner Knechtschaft (also mir) - konnte der Bürgerwohlstand auch auf den Bremsstand ausgeführt werden.




Tschja, schon viel besser - aber das ist immer noch scheiße


Am Ende war nach vielen Einstellversuchen klar, das der Fehler nicht mehr nur in den Trommeln und Belägen zu suchen ist, sondern in der Betätigung ansich liegen muß.

Wie sich nach diversen probieren und anschauen herausstellte, hat die Hauptwelle des Bremskraftverteilers ungünstig und einseitig Spiel. Somit ist der nächste Bauschritt klar - Welle ausbauen und neue Buchsen einziehen.....



 

Ohne den Prüfstand hätten wir noch lange rumprobiert um darauf zu kommen.



Knusperhäuschen


Ab und zu finde ich Zeit am Käfer weiter zu machen. Motiviert bin ich derzeit nicht so wirklich, aber rausschieben nützt am Ende ja doch nix. Also Stück für Stück, Knabberglück:

die schrauberwütigen Vorgänger haben unzählige Löcher in die Karosserie gebohrt oder eher genagt. Diese gilt es zu verschließen


hier sollten wohl die gruseligen US-Exportstoßtangen mal angebracht werden

zu damit


Neun Löcher gehören hier nicht her

auf der anderen Vier...usw.

zum "Glück", waren die Vorgänger nicht gut ausgestattet und so ziemlich alle Schweißpunkte waren einfach so abzureißen. Da hielt nix richtig

so ist es besser


Und nun geht es aber ans Eingemachte

Hinter diesem grob angenagelten Reproblech wohnt wieder mal das totale Grauen



Ende vom Lied: die Schweller müssen neu....komplett.

Yeah