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Montag, 20. Juli 2026

Laubsägearbeiten

Die Klangkulisse der Opferanode bekam so schleichend etwas kerniges. Da war doch wieder was im Untergeschoss los.

Ja, los war da so einiges...zumindestens fast.

Das Flammrohr brach an einer Stelle schon fast durch, so dünn war es schon durchgerostet!
Ach du Schande! 
So ein Ärger, ein Loch im Topf hatte ich eigentlich erwartet...
Hmm, zum Glück hatte ich im Fundus noch eine Verbindungsschelle liegen - sogar im richtigen Durchmesser.
Dummerweise lag die Flex in einer anderen Halle und ich hatte so garnix vor Ort....außer einer kleinen Bügelblechsäge. 
Naja, das Blechrohr leistete jetzt nicht großen Wiederstand.

 
Schwein gehabt, denn so war die Rückfahrt nach Kassel erstmal ohne Verlust der Abgasanlage auf der A44 gewährleistet.
 
DAS hätte nicht mehr lange gehalten



Sowas ist Supi in der Not

 
Passierte natürlich an einem Sonntag. Genau wie bei Tieren, die werden auch immer am Wochenende krank wo Alles zu hat.
Gut wenn man sich wenigstens hier selber helfen kann.
 

 

Freitag, 13. Dezember 2024

Das Licht am Ende des Tunnels...

 ...kann auch ein entgegenkommender D-Zug sein.

Das Auspuffprovisorium mußte weg um für etwas Platz zu machen, was besser paßt und nicht in Teilen abgefault ist. Über die Zeit hatte ich mir den Kram rangeschafft. Teils gekauft, teils von Freunden aus dem Fundus geangelt. Alles mit dem Gedanken im Hinterkopf, das es am Besten vom Volumen her zum Motor paßt und auch noch unter den Wagen genagelt werden kann, ohne zu nerven durch anschlagen weil die Dämpfer zu lang/dick sind, oder weil man dauernd mit dem Kram aufsetzt.

Ein Platz auf einer Bühne erleichterte das Unterfangen massiv.





das letzte Originalteil der Anlage war nun auch üm


Die Übergangsstelle zur Notbrücke war auch schon grenzwertig

Es wurde Zeit


Doppeldämpfer am Original angelehnt...


...sonst paßt es nicht unter den Rahmen, Stichwort: Bodenfreiheit

Anpassen und Ausrichten. Endschalldämpfer ein orig. Fordteil

Endrohr liegt nun deutlich besser




so ist gut

Eine Kleinigkeit mußte ich aber noch ändern. Im Original verläuft das Endrohr total seltsam nach schräg innen weg:

 


Völlig häßlich, keine Ahnung warum man sich damals bei Mercedes dazu entschlossen hatte. Egal, das habe ich geändert und das Endrohr gerade angesetzt.





Das hat wirklich gut funktioniert und der Auspuff sitzt sehr gut. Damit bin ich sehr zufrieden. Der Klang ist Ok, aber leider ist die Anlage nicht so leise wie die Originale muß ich sagen, das ist etwas betrüblich. Es gibt ja komplette Nachbauanlagen aus Edelstahl für nen knappen Tausender. Wie die so im Betrieb sind muß ich mir mal bei einer verbauten anhören. Aber klarer Fall, das war mir jetzt hart zuviel Geld!

Denn es gibt noch andere Gründe warum der Wagen schön laut ist. Eigentlich ist das auch die Hauptlärmquelle. Ihr ahnt es, gelle?

Ja, das ist Metallabrieb im Öl. Und nicht zu knapp


An der magnetischen Ablasschraube ist nahezu kein Abrieb zu finden, es ist somit antimagnetisch - sprich Aluminium und das reduziert den Kreis der Verdächtigen massiv. Der Öldruck ist toll, die Kompression ist noch Ok, so bei 8 Bar, der Ölverbrauch hat sich spürbar erhöht. Von 200ml zu 800ml auf 1000 Km. Das klappern der Kolben ist deutlich zu vernehmen und war zu erwarten. Die Qualität der Reprokolben ist eher bescheiden. Reicht ja für ein normales Oldtimerleben - nur mein Wagen führt halt kein übliches Oldtimerleben.

Die Kolben haben jetzt gute 65-70.000 Kilometer runter. So ist es jetzt halt. Gut, das schockt mich jetzt nicht so hart, nervt nur im Unterbewußten. Das wird jetzt aber gefahren bis die Leistung einbricht.

Richtig doof hingegen ist eine andere Geräuschquelle: die Hinterachse drängelt sich immer mehr in den Vordergrund. Sie heult mittlerweile deutlich und der Wagen hat auch ein etwas seltsames Verhalten beim anfahren bekommen. Naja, die war ja schon von Anfang an nicht mehr gut. Wenn die die Grätsche macht, dann wird es allerdings richtig lustig.

Ich habe nämlich eine frühe S-Achse verbaut. Sprich schmale Spur (finde ich optisch viel schöner) und mit sog. Gleason- oder Spiralverzahnung. Die ist bekannt dafür, das sie irgendwann kaputt geht. Ersatzteillage: Null

Auf die späteren, haltbareren Hypoidachsen umzubauen ist möglich, aber auch kein Vergnügen. Von der Zeit und der Kohle die das verbraucht mal ganz abgesehen.


Ach ja, "Tschuu Tschuu, Motherfucker"



Sonntag, 24. März 2024

Der Marathon Mann

 Ja.

"Lange" nix mehr von der rollenden Baustelle gehört, gelle?

Ich wollte nur mal einen Freund besuchen - an seinem Schraubertag. Mal ein bissel gucken, Kaffee schnorren, (mitgebrachte) Donuts futtern und auch mal in seinem Auspuff-Altteilefundus wühlen . Unverbindlich, versteht sich.

Blieb nicht dabei, versteht sich...

 


 

Tja, aus "mal gucken ob es passen könnte", wurde ein "mach das mal eben dran". Geilerweise hatte ich natürlich keine Arbeitsklamotten dabei Ihr könnt euch denken wie das endete ^^.

die Halle war gut bevölkert mit Jungvolk welches sich im kaputtschrauben übte


geile Farbe

so, jetzt geht es aber los

Gröhrpuzzle

Das Hosenrohr war ziemlich zerhämmert und die Dichtung  einfach weggebrannt. Nun galt es etwas zu ranzufummeln

ein Serienschalldämpfer eines Nissans durfte es diesmal sein

 

Neues Hosenrohr unter den besten Platzverhältnissen anbringen

das ist so scheißeng da





Schrauber können nicht nur zugucken. Mitmachen ist wie ein Zwang




der Nachwuchs war fertig, sehr zufrieden und machte sich auf die Socken wärend wir eigentlich gerade anfingen, hihi.

Aah, das sieht schon gut aus

kein Fetisch. Ran mit der Scheiße


Verzinkt auf Rost bringt nicht die geilsten Schweißnähte zustande. Ohweiohwei

zwischendurch wurde an der Wanze noch geschraubt

Nachdem der Pott unter den Hagen genagelt wurde, blieb noch Zeit sich den Restfundus anzusehen. Alle haben die gleiche Krankheit....

















Original Lack







Grünes (original?) Verdeck




Rudi´s Resterampe muß draußen bleiben

Gut, der Tag war ja noch nicht zu Ende und ich hatte nun doch noch so einiges vor gehabt. Seit über einem Jahr fahre ich durch die Gegend und kann nur rudimentär etwas am Auto machen - in meiner Welt. Aber viel kleinere Dinge die mich nerven müßen nun doch mal angegangen werden, sonst wird das nix mehr. Das Auto verschleißt halt mehr als die Karren aus späteren Epochen. Bühnenplätze sind derzeit rar gesäht und die verfügbare Zeit auch - wenigstens habe ich mittlerweile einen Arbeitsplatz wo ich regelmäßig auf  `ne Bühne kann - aber das reicht zeitlich einfach nicht. 

Also Hardcoreschrauben auf den Knien ist das Motto.


Gottlob habe ich eine eigene Halle

Seilzug für die XS - ist aber schon erneuert, wie Ihr ja schon wißt.

Hinterachse und Getriebe erhalten neues Öl - Ja richtig: KEIN Hypoidöl!

Dennoch gibt es ein glaubensbehaftetes Hilfsmittel als Verschleißschutz


Rückbank raus um an die Hinterachse zu gelangen

Einfüllhilfe

 

Die zähe Mumpe brauchte nun eine Weile um durchzulaufen. In der Zwischenzeit befaßte ich mich um diverse Undichtigkeiten am Triebwerk. Rund um den Motor läuft die Suppe ganz ordentlich heraus.

Der Stopfen für externe Meßinstrumente am Ölfilter ließ "Wasser"

Ich hatte mir einen großen Satz Fiberringe aus DDR-Beständen besorgt. Diese haben nämlich A: eine gute Qualität (wurden ja auch an die BRD geliefert) im Gegensatz zu dem Kram aus Chinesium und B: auch die seltsamen Abmessungen welche früher üblich waren


Yes, das wird was

Die Drehmomentstütz hatte auch schon wieder Redebedarf. Jetzt hatte ich aber den Kanal voll und habe zwei Gummis hintereinander geklemmt. Mal sehen ob das besser ist. Fotos machen hatte ich verpennt.


Naja, man kann es erahnen

Aber wo ich ja gerade so schön dabei bin was zu machen, mache ich doch noch was mehr, oder? Jetzt ist die Karre eh zerrupft und steht so schön trocken. Also kann man auch das rumpelnde Radlager ersetzen. Selbstverständlich geht das nicht einfach so, denn ich brauche dafür eine Presse. Das gehört tatsächlich noch zu den Großwerkzeugen welches mir fehlt. Aber man kennt ja Leute die sowas haben. Da Hydraulikpressen aber die unangenehme Eigenschaft besitzen trümmergroß und ebenso schwer zu sein, mußte das Teil halt dorthin wandern wo die Presse haust. Also einpacken das Gelumpe und Abfahrt.






Vor Ort: Ring aufschrauben, Lager rausklopfen


Neuware ist natürlich schon am Start

zuerst das Kleine Lager

sauber einpressen

Abstandshülse einsetzen...

...und dann final das große Lager einpressen

Schraubring drauf

ünd färtisch

Das wäre erledigt. Noch ein Kaffee in den Hals kippen und zurück zum Auto - dazwischen lag aber dummerweise ein Tag Arbeiten. Ja nu, ging nicht anders.

Wieder da: bissel sauber machen



drauf gesteckt und verschraubt

Wundervoll. Nun war es Zeit sich anderen Biestigkeiten hinzugeben. Einfacher war hierbei noch das beheben einer weiteren Leckage. Der Ventildeckel war leicht verzogen und die Dichtungen der Halteschrauben hatten sich aufgelöst. Tja, und da der gesamte Kram natürlich seitlich am Motor hängt, sprudelt es dort auch besonders schön heraus.


mit ein bissel schlichten und neuen Dichtungen dürfte es auch wieder gut sein

Bei einer anderen Stelle war ich allerdings von Undichtigkeit eher angetan. Bei der Zentralschmieranlage möchte ich keinesfalls eine dichte Stelle haben. Hatte ich aber. Das ging mir auch auf den Zeiger, denn das heißt ganz schnell ganz viel Verschleiß. Also wurde das nächste Faß aufgemacht.

Neue Ventilgummis wurden schon vor geraumer Zeit angeschafft, also stand dem Tausch nix mehr im Wege..... Jajajahahaha, dochdoch! Da steht eine ganze Menge Zeug im Weg rum und es gehörte schon zu den sportlicheren Aufgaben hier zu wirken. Es ist supereng, total verbaut, man kommt eigentlich nicht dran und sollte vorsichtig mit dem filigranen Teilen umgehen. Sauber muß es natürlich auch noch sein. Schön das die Verteiler total im Sumpf liegen. Klüttenschwarze Hände und Unterarme sind die Folge, garniert von blauen Flecken und "Rücken und Nacken"...

um das geht es sich


Das rechts oben im Bild ist die Gelenkscheibe der Lenkung

medizinisches Personal


Ja, dies ist der Blick von oben - und genau soviel Platz hat man

auf der anderen Seite ist es nur ein klitzekleines bisschen besser

im Falle von Bruch oder fehlenden Dichtringen bin ich versorgt

gut versorgt sogar

na wenigstens kommt an allen schonmal das Öl raus

Und tatsächlich kommt nun auch bei fast allen Schmierstellen das Öl an. Aber ein/zwei Kandidaten glänzen weiterhin durch Trockenheit. Dies liegt nun nicht mehr an den Verteilern, sondern muß eine Etage tiefer untersucht werden....ein anderes mal. 

Reicht jetzt für die Woche.