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Samstag, 27. Juni 2026

Es sind die kleinen Dinge

Die heimliche Lieblingsmühle durfte nach ihrem harten Winterschlaf ja nun wieder im Alltag "glänzen", machte dabei aber keine so richtig runde Figur. Der Motorlauf nach oben raus war ätzend. Stuckern, bzw ein Mucken und nicht ordentlich ausdrehen, gepaart mit einer Unruhe im Lauf.
Unten rum soweit alles ok, bloß den Hahn voll und schnell aufzureißen brachte leider nicht den Schub den sie vor der Kopf-OP besaß.
 
Verdammt, ist da vielleicht doch wieder, oder immer noch, was am Kerzengewinde undicht? 
Das wäre der Abfuck schlechthin.
Aber nach einigen Testungen mit abdrücken und auch nochmal nach der Zündanlage schauen war irgendwann klar, das ich eher im Bereich der Vergaser nach der Ursache zu suchen habe. Was echt bescheuert ist, da wir dort damals als schon nachsahen als das Problem erstmalig auftauchte. 
Und da fanden wir nix! 
Hier war alles tutti:
 

Zwei Gaser zum vergleichen der Teile um den Fehler zu finden



 Tja....
 
Aber unter dem Strich blieb erstmal nix anderes übrig.
Also nochmal Hausaufgaben machen: 
 
 
mal ran an die Mutti


schöne Methode aus dem Physikunterricht um von außen den Schwimmerstand grob zu kontrollieren
 
Der Schwimmerstand war in Ordnung, hier lag kein Ungemach. Somit ging es ans zerlegen der Gaserbatterie im offenen Feld.
 

  


 
Die Nadeln hatten wir nach Buch auf die mittlere Position gehangen, aber aus der Erinnerung heraus wußte ich das sie vorher ( Hier) ganz hoch gehangen hatten. Und damit rannte sie wie blöde.
Also machte ich das wieder. 
 





Dann alles wieder auf Anfang und eine Probefahrt hingelegt. 
Ja, zieht wieder besser, aber die komischen Sypmtome oben blieben.
Hmmm.
Fetter stellen brachte auch nicht wirklich etwas. 
 
Nochmal raus mit dem Zeug, irgendwas stimmt nicht. 


Und als die Sachen hier so drin lagen, viel mir plötzlich etwas auf: 
Das ist ein bissel wenig Material im Becherchen.
Hmm?
Moment mal, waren da nicht auch so kleine Teflonringe sonst dabei?
 
Ein Blick ins Netz (ich habe tatsächlich keine Unterlagen über die Gaser in Papierform) verschaffte schnell Klarheit.
Ja, da gehören so kleine Ringe unter den Clip. Die Große Scheibe gehört drüber, da sich hier die Feder abstützt.
Das war auch so verbaut, bloß die Ringe drunter fehlten. Somit konnten die Nadeln "tanzen", was nicht so gut ist logischerweise.
 
Öh, das ist uns wohl damals durchgegangen beim Zusammenbau 
 

Da! Da! Die sind´s. Die fehlten

 

Nach einigem suchen fand ich noch welche bei meinen Ersatzteilen, die originalen sind vermutlich in Caro´s Kiste geblieben.

Eingebaut, zusammengesteckt und Probefahrt.

Ja, das war es.
Rennt wie vom Leibhaftigen verfolgt.
 
 

 

 

 

Sonntag, 26. April 2026

Quick and very Dirty

Die Dübelelse ist ja mittlerweile mein Lieblingskrad geworden. ich fühle mich einfach sauwohl auf ihr.
Deswegen musste was passieren damit sie wieder rennt. 
 
Nach dem Verlust des Kerzengewindes war ja leider anderes wichtig wie zb, der Urlaub nach Österreich.
Tja, danach nahm mein Leben eine Wendung und es war noch weniger Zeit für solche Dinge vorhanden.
 
Aber wichtig bleibt wichtig, ohne Sie geht es halt nicht. 
Also auf:
 





da ist noch was



und hier nix mehr

Hilft nix, der Kopf müsste ab....ich bin diesmal aber kein Fan davon. 
Das muß schneller und dreckiger gehen.
 
 
bezüglich Dreck mal etwas Vorbeugung betreiben. Meine Mühle ist schließlich hart versumpft





Runter mit dem Deckel
 
erstmal Krümmer ab
 
 
Vergaser auch ab

Joa...geht noch.

 

 
  

Das ist erfrischend schön da drinnen. Ich bin erfreut.



Auch hier ist es äußerst ansehnlich.



So, das Gewinde kommt ja nicht von Alleine da hinein. Zum Motortenbauer wollte ich es jetzt erstmal aus Zeit und Geldgründen nicht geben. Also mal selber versuchen, denn der Kopf ist ja echt schon maltraetiert.
 

War jetzt auch nicht unbedingt billig, aber auf Chinesium hatte ich keinen Bock.


Das Kerzenloch muß erstmal den passenden Durchmesser erhalten. Da am offenen Herzen operiert wird, tut es Not die Bohrspähne einzufangen. Funktioniert erfischend gut so.


Danach drecht man die Gewindebüchse in das Kerzenlock mit dem Spezialwerkzeug ein. Die Büchse besitzt in diesem Falle eine Schneidfunktion womit das vorschneiden eines Gewindes entfällt.





 Funktioniert erstaunlich gut und war schnell gemacht.
 
 
 
Kerze sitzt gut fest. Lediglich den Sitz für den Dichtring mußte ich manuell noch nacharbeiten, da der bei mir völlig zerballert war. Aber dafür konnte das Werkzeug nix.
 
Danach alles wieder zusammengesteckt und gestartet (das alles ohne Bilder). 
Lief sofort und alles scheint bisher dicht zu sein.
 
 
 
Soweit so gut....aber sauber laufen tut sie noch nicht mögen tun. Da muß ich jetzt nochmal bei. Zündung, Ventile, Vergaser. 
Sie wissen schon.... 

 



 

 

Dienstag, 13. Mai 2025

Einen Blick riskiert

Der Abstand zum 170er ist mittlerweile groß genug, auf das mich die Neugier schon wieder umtreibt -  genährt von dem Drang an dem Auto was zu machen damit es keine Standuhr bleibt. Ich beiße mir dabei aber kräftig auf die Finger, denn Katana und Buick sollten weiterhin Vorrang haben.

...

Aber mal zwischen Tür und Angel etwas nachschauen ist ja wohl noch drin, oder?
 
Gesagt getan. 
Ein schneller Kompressionstest bringt ja vielleicht schonmal was? Schließlich hatte ich den Wagen einfach ohne irgendeiner Art von Prüfung weggestellt und weiß eigentlich jaaaanix.
 


Erstmal den finsteren Herrn auspacken

Kerzchen raus
Hm



Die sind ja "schön", vorallem schön ungleichmäßig

fangen wir mal an

Oha


Tjaaaa, da gibt es ja schonmal einen kleinen Hinweis, was?

 

Hm, nun sammel ich mich mal seelisch noch eine Weile bis ich da tiefer reingehe.

Soweit so schlecht.







 

Freitag, 13. Dezember 2024

Das Licht am Ende des Tunnels...

 ...kann auch ein entgegenkommender D-Zug sein.

Das Auspuffprovisorium mußte weg um für etwas Platz zu machen, was besser paßt und nicht in Teilen abgefault ist. Über die Zeit hatte ich mir den Kram rangeschafft. Teils gekauft, teils von Freunden aus dem Fundus geangelt. Alles mit dem Gedanken im Hinterkopf, das es am Besten vom Volumen her zum Motor paßt und auch noch unter den Wagen genagelt werden kann, ohne zu nerven durch anschlagen weil die Dämpfer zu lang/dick sind, oder weil man dauernd mit dem Kram aufsetzt.

Ein Platz auf einer Bühne erleichterte das Unterfangen massiv.





das letzte Originalteil der Anlage war nun auch üm


Die Übergangsstelle zur Notbrücke war auch schon grenzwertig

Es wurde Zeit


Doppeldämpfer am Original angelehnt...


...sonst paßt es nicht unter den Rahmen, Stichwort: Bodenfreiheit

Anpassen und Ausrichten. Endschalldämpfer ein orig. Fordteil

Endrohr liegt nun deutlich besser




so ist gut

Eine Kleinigkeit mußte ich aber noch ändern. Im Original verläuft das Endrohr total seltsam nach schräg innen weg:

 


Völlig häßlich, keine Ahnung warum man sich damals bei Mercedes dazu entschlossen hatte. Egal, das habe ich geändert und das Endrohr gerade angesetzt.





Das hat wirklich gut funktioniert und der Auspuff sitzt sehr gut. Damit bin ich sehr zufrieden. Der Klang ist Ok, aber leider ist die Anlage nicht so leise wie die Originale muß ich sagen, das ist etwas betrüblich. Es gibt ja komplette Nachbauanlagen aus Edelstahl für nen knappen Tausender. Wie die so im Betrieb sind muß ich mir mal bei einer verbauten anhören. Aber klarer Fall, das war mir jetzt hart zuviel Geld!

Denn es gibt noch andere Gründe warum der Wagen schön laut ist. Eigentlich ist das auch die Hauptlärmquelle. Ihr ahnt es, gelle?

Ja, das ist Metallabrieb im Öl. Und nicht zu knapp


An der magnetischen Ablasschraube ist nahezu kein Abrieb zu finden, es ist somit antimagnetisch - sprich Aluminium und das reduziert den Kreis der Verdächtigen massiv. Der Öldruck ist toll, die Kompression ist noch Ok, so bei 8 Bar, der Ölverbrauch hat sich spürbar erhöht. Von 200ml zu 800ml auf 1000 Km. Das klappern der Kolben ist deutlich zu vernehmen und war zu erwarten. Die Qualität der Reprokolben ist eher bescheiden. Reicht ja für ein normales Oldtimerleben - nur mein Wagen führt halt kein übliches Oldtimerleben.

Die Kolben haben jetzt gute 65-70.000 Kilometer runter. So ist es jetzt halt. Gut, das schockt mich jetzt nicht so hart, nervt nur im Unterbewußten. Das wird jetzt aber gefahren bis die Leistung einbricht.

Richtig doof hingegen ist eine andere Geräuschquelle: die Hinterachse drängelt sich immer mehr in den Vordergrund. Sie heult mittlerweile deutlich und der Wagen hat auch ein etwas seltsames Verhalten beim anfahren bekommen. Naja, die war ja schon von Anfang an nicht mehr gut. Wenn die die Grätsche macht, dann wird es allerdings richtig lustig.

Ich habe nämlich eine frühe S-Achse verbaut. Sprich schmale Spur (finde ich optisch viel schöner) und mit sog. Gleason- oder Spiralverzahnung. Die ist bekannt dafür, das sie irgendwann kaputt geht. Ersatzteillage: Null

Auf die späteren, haltbareren Hypoidachsen umzubauen ist möglich, aber auch kein Vergnügen. Von der Zeit und der Kohle die das verbraucht mal ganz abgesehen.


Ach ja, "Tschuu Tschuu, Motherfucker"