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Mittwoch, 20. Juli 2016

Hochrad

Hmmm, jetzt wo der 170er auf seinen Rädern steht, fällt halt mal auf, daß er auch hinten ordentlich zu hoch steht.
Das ist natürlich blöd. Die Stellung der Hinterräder geht garnicht. Dürfte auch für ein bescheidenes Fahrverhalten sorgen.
Also nochmal raus das ganze. Und siehe da. Die Federn sind tatsächlich satte 3 cm länger als im WHB angegeben.
Klingt wenig. Am Auto sah es aus als müßte er 12 cm weniger haben ^^.
Naja, jetzt geht es halt wieder zu Federn Rüter und dann sehen wir mal weiter.

Vorher habe ich aber nochmal die Ventile eingestellt. Der Motor lief ja jetzt schon einige male.



Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser


Die Ventildeckeldichtung kam auch direkt neu


Zum einstellen der Ventile hat sich das drehen des Motors mittels Kurbel bewährt

Federspanner




Ich lasse zur Sicherheit alle Federn nochmal nachbearbeiten, also auch die für Vorne. Da ich an den Buick ausgerechnet jetzt nicht direkt rankomme, habe ich die Federn halt mit dem Krad nach Hause transportiert. Zum Rüter nach Dortmund geht es dann halt mit dem Leihjeep.


Sieht abenteuerlich aus, hielt aber


Dienstag, 22. Oktober 2013

Ganz alte Schule - Besuch bei Federn Rüter, Dortmund

Heute morgen habe ich mich in sä world greätöst Benzinvernichtungsmaschine geschwungen und begab mich auf den Weg nach Dortmund. Dort hatte ich einen Termin bei Federn Rüter um die Spiralfedern meines 170S kürzen zu lassen. Von diesem Betrieb hatte ich nur Gutes gehört und auch der erste Eindruck am Telefon war sehr positiv.
Ich wäre bei meiner Ankunft beinahe vorbei gefahren, da der Betrieb von Außen recht unauffällig an einer Haupstraße liegt.
Die Begrüßung vom Chef selber wahr sehr freundlich. Ein Mann aus dem Leben - passenderweise sind alte Motorräder sein Steckenpferd.
Bestens, da hatten wir schonmal genug zum reden.
Der Laden selber ist der blanke Wahnsinn.
Eine richtige alte Malocherschmiede, geprägt von Jahrzehnten im Arbeitsleben. Ein Großteil der Maschinen stammt aus den 40er/50er Jahren und sie sind immer noch tagtäglich im Betrieb - warum auch nicht? Ist ja nix aus China dabei. Auch die Mannschaft ist wunderbar eingespielt und mitunter genau so alt wie ihre Arbeitsgeräte. Die Handgriffe sitzen und jeder kennt sich mit seiner Arbeit aus. Alles ohne Streß. Eine Atmosphäre wie auf einer alten Schiffswerft. Lärm, Hitze, Dreck. Und meine Federn umzumodeln war eine leichte Fingerübung, die machen da ganz andere Kaliber.
Das war echt ein Blick in eine andere, fast vergessene, Welt!
Und ich bin froh das ich mein Geld da ließ und nicht irgendeinen Krempel aus dem Internet gekauft habe.
Das alte Wissen und vor allem der Erfahrungsschatz sowas zu richten/kürzen/neu machen, ohne PC, CAD, Taschenrechner usw. und das auch noch mit dem alten Werkzeug - das gibt es nunmal nicht mehr so häufig und gehört in meinen Augen unterstützt.

Also: Unterstützt euer "lokales" Kleingewerbe, Ihr Maden.

Ein toller Tag! Federn gemacht, 200 Kilometer im Buick abgerissen, Fenster unten, Sonnenschein. Juhu!

Bilder sind leicht wackelig. Da drinnen war es etwas schummrig....