Posts mit dem Label Zündapp DB 200 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zündapp DB 200 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 5. Februar 2022

Wehwehchen

Mit meiner ersten Motorradliebe fahre ich in den letzten paar Jahren nicht mehr so regelmäßig wie früher - was jetzt auch nicht so verwunderlich ist, denn damals war sie mein einziges Krad. Deswegen ist es um so erfrischender wenn ich mich mal wieder drauf hocke um etwas rumzufahren. Das habe ich heute wieder gemacht und direkt sind mir auch wieder tausend Sachen auf- und eingefallen, welche schon ewig gemacht werden sollten. Da kann ich nicht aus meiner Haut, aber ich bin da auch schon was ruhiger geworden. Früher wäre ich das sofort angegangen und hätte rumprobiert, geändert, blabla.

Nun lebe ich lieber noch ein weilchen damit, denn zerrupft nützt sie mir nix und Fahrzeuge die in Kisten oder Hallen vor sich hindämmern habe ich wahrlich genug.

Zwei Dinge die relativ zeitnah gemacht werden müssen sind nunmal eine neue HU im März oder April - datweißichjetzznichjenau - und dafür wären auch neue Reifen fällig. Die sind 11 oder 12 Jahre alt und das ist schlicht inakzeptabel.

Gut, das ist ja kein Akt. Was schon eher ein Akt werden wird, ist diese Motorgeschichte...*Hüstel*. Ja, auch hier ist wieder mal eine "Motorsache" am Start. Das kommt aber echt nicht überraschend möchte ich hier anfügen. Es kündigt sich schon länger an und ist dabei auch echt überfällig. Als ich vor einigen Jahren den Zylinder aufschleifen ließ und einen Übermaßkolben von MAHLE verbaute, war angesagt das ich damit so rund 20.000 Km Ruhe haben werde. Das soll(te) wohl ein üblicher Wert für so einen ollen Zwotakter (die Maus ist nun auch schon schlappe 73 Jahre alt) sein. Tschja, derzeit hat der Kolben aber schon gute 35.000 Kilometer runtergerödelt. Dies merkt man langsam auch, den obenrum bricht die Leistung ein und er klappert doch hörbar, aber der Motor springt sauber an und läuft untenrum bis in den mittleren Drehzahlbereich völlig sauber. Wenn man untertourig fährt (jahaaa, soll man nicht), merkt man auch das da ein bissel viel Bewegung im Zylinder ist die da nicht dahingehört. Noch mehr Bauchschmerzen verursacht mir aber ehrlich gesagt das Pleuellager. Ich kann nur hoffen und bangen, das es nicht auch einen weg hat - denn dann wird es ungemütlich. Geteilte Nadellager sei hier als Hinweis in den Raum geworfen - könnt Ihr ja mal selber ein bissel im Netz nach suchen.

Wegignorieren ist erstmal angesagt. 

Ich werde das jetzt so lange fahren bis die Leistung spürbar abnimmt. Erfahrungsgemäß kommt das erst schleichend und dann recht flott, aber bis dahin können noch diverse Kilometer drauf kommen. Das reize ich einfach aus. Und dann werde ich mich auch um den zerballerten Filzring der Kickerwelle kümmern, denn der hat aufgegeben - was immer eine mittlere Sauerrei auf dem (abgedeckten) Garagenboden hinterläßt. Und zwar soviel, das man ziemlich oft nachfüllen muß. Das nervt noch am meißten. Aber sei es drum, nachfüllen ist immer noch einfacher als den Motor auszubauen.




Samstag, 17. Oktober 2020

Krümelstraßen

 Auf den allerkleinsten Nebenstraßen ist es immer noch am schönsten.

 





 



Dienstag, 22. September 2020

Schaltwege

Es ist Feierabend. Endlich. Ich schwinge mich aufs Krad und mache mich auf den Weg nach Hause. Duschen, Essen, ausspannen. Oh ja.

Auf halben Weg werden die Schaltvorgänge aber immer schlechter, ich bekomme nahezu keinen mehr geräuschfrei hin (unsynchronisiert, sie wissen schon). Mein fluchen darüber hat mittlerweile aber auch eine ähnliche Lautstärke entwickelt. Mir kommt gerade so der Gedanke, ob dies nicht doch schon eher ein mechanisches Problem sein muß, denn ein geistiges - also das Schalten und nicht das Schreien - als es schon passiert:

Beim runterschalten (in diesem Falle heißt das am Hebel ziehen) gibt der Hebel gummiartig nach. Ach du Kacke, was´n nu?

OkOkOk, Anhalte und nachsehen. Auweia, der Hebel ist in Höhe des Schaltauges mal eben gebrochen. Er hängt quasi nur am seidenen Faden. 

Boar eh!

Und jezz? Also abholen lasse ich mich jetzt nicht, sondern schalte halt eine Etage tiefer - das hat dann nicht sooo geschmeidig geklappt aber zumindestens brachte es mich zeitnah Heim.

Am nächsten Tag wurde das Gerümpel dann ausgebaut und geschweißt. Die Gelegenheit nutzte ich auch um direkt mal die Schaltung sauber einzustellen - war auch mal wieder nötig.


schnell zugefummelt

 
und wieder an seinen Platz

 

Mittwoch, 15. April 2020

Corona

Wenn ich bei der DB den Anker werfe, dann hat das was von Wunschdenken. Blockieren ist maximal hinten möglich - und eigentlich macht es hierbei nur Geräusche und ergibt kaum Verzögerung.
Vorne ist das leider sehr ähnlich - nur ohne blockieren. Seit geraumster Zeit macht sich zudem ein mächtiges Eigenleben da vorne beim bremsen bemerkbar. Ich schob dies auf die zerballerten Gelenke in der Trapezgabel - wo ich bald auch mal ran muß.
Joa, aber vor ein paar Tagen habe ich dann mal sehr viel genauer hingeschaut, nachdem ich durch Zufall was aus dem Augenwinkel gesehen habe. Irgendwie hat sich da doch die Ankerplatte bewe...!!!

Oha! Da hat sich aber ganz schön dolle die Ankerplatte bewegt!

Ach du Scheiße, der Anschlagbolzen war lose. An dem stützt sich die Ankerplatte nämlich fein an der Gabel ab wenn die Bremse aktiviert wird. Das in den Bolzen greifende Gabelblech war auch schon nett geweitet und das zusammen ergab ein gar fürchterliches Spiel.

Dies duldete so garkeinen Aufschub. Direkt am nächsten Tag gab es hier eine Not-OP.



der Übeltäter

der Bolzen ist eingenietet und genau diese Vernietung hat schwer aufgegeben

Das Ganze mal ohne Bremsgeraffel
erstmal von der anderen Seite die Vernietung aufflexen

der Bolzen


Was nun? Also ich entschied mich in den Bolzen ein Gewinde zu schneiden und einen Stehbolzen einzusetzen. Dieser wurde noch zusätzlich gesichert. Zuvor bearbeitet ich den Anschlagolzen so, das er nach dem einsetzen in die Gabel genau bündig saß.
Dann kam eine größere Unterlagscheibe über den Bolzen und zum Abschluß eine paßende Mutter aufgesetzt. Noch alles mit Schraubensicherung behandelt und fertig








Aber das war nur die halbe Miete. Die Beläge und Trommeln benötigten auch noch was Zuwendung. Hier hatten sich die letzten Jahre Betrieb schön verewigt.


Das Gabelblech der vorderen Ankerplatte wurde dabei auch direkt wieder gerichtet

erstmal alles sauber machen. Durch die Filzringe gelangt auch immer etwas Fett in die Trommel

auch hier ordentlich sauber machen und dann fleißig schleifen


besser


die Hinterradbremse hat es auch bitter nötig


aber nach getaner Arbeit sieht es auch hier besser aus




Beim spannen der Kette ist es dann passiert. Ein unachtsamer Griff und das Ventilkrönchen hatte sich zerlegt.
So eine Schweinerei. Nach so vielen Jahren. Ich bin betroffen





 Ja, die Bremsen machen nun erschütternderweise ihren Job nicht brutal viel besser, aber dennoch schon spürbar besser als zuvor.

Dienstag, 7. April 2020

Lampenschirm

Yes, Yes.
Ich habe da so einen Zwang.
Einen Zwang an jedem Fahrzeug welches ich gerade bewege, rumzuschrauben.
Nun, nicht gerade selten nötigt mich mein Krempel auch dazu. Seit gut 15 Jahren liegt im Keller so ein Scheinwerfer von einer Zündapp DB herum. Schön Original und angeranzt. Den wollte ich immer schon gegen den verbauten austauschen, da der am Krad sehr grob in Schwarz gepinselt ist und der schlecht verchrohmte Repro-Lampenring immer noch viel zu viel glänzt - trotz gröbster Mißachtung meinerseits.

Jaaa und kürzlich begab sich doch glatt mein Tacho auf Wanderschaft im Lampengehäuse und fing an sich dabei selber zu zerlegen. Materialermüdung ist der ünverschähmte Grund für dieses Gebahren.
Na, das ist doch eine wunderbare Gelegenheit sich des Lampenumbaues hinzugeben.




Ach ja, da liegt ja noch anderer Krempel drin



Hmm, lieber mal markieren




die Hälfte wäre geschafft

Tja, so schlecht ist die Verchromung wohl doch nicht. Das die nach all den Jahren immer noch so glänzt - verrückt.





Juni 1937 ?  Hoppla! Da wäre der Tacho doch glatte 12 Jahre älter als das Krad selber!

Beim Tacho hatte sich der Haltekranz durch Versprödung aufgelöst. Er war/ist aus Messingblech welches nach 83 Jahren halt einfach mal hin ist. Dummerweise ist der Haltekranz aber auch Teil mit dem Chromring auf dem Tacho und der ganze Kram wiederum hält so ziemlich alles zusammen. Ohne läßt sich der Tacho garnicht im Gehäuse befestigen. Also mußte ich mir erstmal mit einer Notreparatur behelfen damit der wieder eine Zeit hält.


der Neue Alte

Hier ist noch ein Seilzugschalter für Fern-und Abblendlicht montiert. Den habe ich aber ausgebaut, denn der kommt an die KS. Die DB hat eh schon einen "modernen" montiert.






Soviel besser











Freitag, 20. Juli 2018

6 Volt

Bei der Zündapp hat sich nun auch die Batterie verabschiedet. Und zwar so richtig. Da kam wirklich garnix mehr raus.
Heutzutage ist es allerdings zumindestens kein Problem mehr eine Neue 6 Volt Batterie zu bekommen. Also flux bestellt und eingebaut.



mal sehen was die kann


zumindestens ist schon ein Säurepack mit dabei

die "etwas" kleine, alte Bakterie

ist allerdings auch scho ein paar Jahre drin - und wurde garnicht gepflegt


da  eine weiß Batterie in einem schwarzen Krad garnicht geht...


...wird kurzerhand Mattschwarz aus der Dose bemüht

mit der Befestigung bin ich noch nicht ganz durch. Das bedarf noch der Optimierung