Posts mit dem Label 1949 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 1949 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 5. Februar 2022

Wehwehchen

Mit meiner ersten Motorradliebe fahre ich in den letzten paar Jahren nicht mehr so regelmäßig wie früher - was jetzt auch nicht so verwunderlich ist, denn damals war sie mein einziges Krad. Deswegen ist es um so erfrischender wenn ich mich mal wieder drauf hocke um etwas rumzufahren. Das habe ich heute wieder gemacht und direkt sind mir auch wieder tausend Sachen auf- und eingefallen, welche schon ewig gemacht werden sollten. Da kann ich nicht aus meiner Haut, aber ich bin da auch schon was ruhiger geworden. Früher wäre ich das sofort angegangen und hätte rumprobiert, geändert, blabla.

Nun lebe ich lieber noch ein weilchen damit, denn zerrupft nützt sie mir nix und Fahrzeuge die in Kisten oder Hallen vor sich hindämmern habe ich wahrlich genug.

Zwei Dinge die relativ zeitnah gemacht werden müssen sind nunmal eine neue HU im März oder April - datweißichjetzznichjenau - und dafür wären auch neue Reifen fällig. Die sind 11 oder 12 Jahre alt und das ist schlicht inakzeptabel.

Gut, das ist ja kein Akt. Was schon eher ein Akt werden wird, ist diese Motorgeschichte...*Hüstel*. Ja, auch hier ist wieder mal eine "Motorsache" am Start. Das kommt aber echt nicht überraschend möchte ich hier anfügen. Es kündigt sich schon länger an und ist dabei auch echt überfällig. Als ich vor einigen Jahren den Zylinder aufschleifen ließ und einen Übermaßkolben von MAHLE verbaute, war angesagt das ich damit so rund 20.000 Km Ruhe haben werde. Das soll(te) wohl ein üblicher Wert für so einen ollen Zwotakter (die Maus ist nun auch schon schlappe 73 Jahre alt) sein. Tschja, derzeit hat der Kolben aber schon gute 35.000 Kilometer runtergerödelt. Dies merkt man langsam auch, den obenrum bricht die Leistung ein und er klappert doch hörbar, aber der Motor springt sauber an und läuft untenrum bis in den mittleren Drehzahlbereich völlig sauber. Wenn man untertourig fährt (jahaaa, soll man nicht), merkt man auch das da ein bissel viel Bewegung im Zylinder ist die da nicht dahingehört. Noch mehr Bauchschmerzen verursacht mir aber ehrlich gesagt das Pleuellager. Ich kann nur hoffen und bangen, das es nicht auch einen weg hat - denn dann wird es ungemütlich. Geteilte Nadellager sei hier als Hinweis in den Raum geworfen - könnt Ihr ja mal selber ein bissel im Netz nach suchen.

Wegignorieren ist erstmal angesagt. 

Ich werde das jetzt so lange fahren bis die Leistung spürbar abnimmt. Erfahrungsgemäß kommt das erst schleichend und dann recht flott, aber bis dahin können noch diverse Kilometer drauf kommen. Das reize ich einfach aus. Und dann werde ich mich auch um den zerballerten Filzring der Kickerwelle kümmern, denn der hat aufgegeben - was immer eine mittlere Sauerrei auf dem (abgedeckten) Garagenboden hinterläßt. Und zwar soviel, das man ziemlich oft nachfüllen muß. Das nervt noch am meißten. Aber sei es drum, nachfüllen ist immer noch einfacher als den Motor auszubauen.




Samstag, 17. Oktober 2020

Krümelstraßen

 Auf den allerkleinsten Nebenstraßen ist es immer noch am schönsten.

 





 



Mittwoch, 15. April 2020

Corona

Wenn ich bei der DB den Anker werfe, dann hat das was von Wunschdenken. Blockieren ist maximal hinten möglich - und eigentlich macht es hierbei nur Geräusche und ergibt kaum Verzögerung.
Vorne ist das leider sehr ähnlich - nur ohne blockieren. Seit geraumster Zeit macht sich zudem ein mächtiges Eigenleben da vorne beim bremsen bemerkbar. Ich schob dies auf die zerballerten Gelenke in der Trapezgabel - wo ich bald auch mal ran muß.
Joa, aber vor ein paar Tagen habe ich dann mal sehr viel genauer hingeschaut, nachdem ich durch Zufall was aus dem Augenwinkel gesehen habe. Irgendwie hat sich da doch die Ankerplatte bewe...!!!

Oha! Da hat sich aber ganz schön dolle die Ankerplatte bewegt!

Ach du Scheiße, der Anschlagbolzen war lose. An dem stützt sich die Ankerplatte nämlich fein an der Gabel ab wenn die Bremse aktiviert wird. Das in den Bolzen greifende Gabelblech war auch schon nett geweitet und das zusammen ergab ein gar fürchterliches Spiel.

Dies duldete so garkeinen Aufschub. Direkt am nächsten Tag gab es hier eine Not-OP.



der Übeltäter

der Bolzen ist eingenietet und genau diese Vernietung hat schwer aufgegeben

Das Ganze mal ohne Bremsgeraffel
erstmal von der anderen Seite die Vernietung aufflexen

der Bolzen


Was nun? Also ich entschied mich in den Bolzen ein Gewinde zu schneiden und einen Stehbolzen einzusetzen. Dieser wurde noch zusätzlich gesichert. Zuvor bearbeitet ich den Anschlagolzen so, das er nach dem einsetzen in die Gabel genau bündig saß.
Dann kam eine größere Unterlagscheibe über den Bolzen und zum Abschluß eine paßende Mutter aufgesetzt. Noch alles mit Schraubensicherung behandelt und fertig








Aber das war nur die halbe Miete. Die Beläge und Trommeln benötigten auch noch was Zuwendung. Hier hatten sich die letzten Jahre Betrieb schön verewigt.


Das Gabelblech der vorderen Ankerplatte wurde dabei auch direkt wieder gerichtet

erstmal alles sauber machen. Durch die Filzringe gelangt auch immer etwas Fett in die Trommel

auch hier ordentlich sauber machen und dann fleißig schleifen


besser


die Hinterradbremse hat es auch bitter nötig


aber nach getaner Arbeit sieht es auch hier besser aus




Beim spannen der Kette ist es dann passiert. Ein unachtsamer Griff und das Ventilkrönchen hatte sich zerlegt.
So eine Schweinerei. Nach so vielen Jahren. Ich bin betroffen





 Ja, die Bremsen machen nun erschütternderweise ihren Job nicht brutal viel besser, aber dennoch schon spürbar besser als zuvor.

Freitag, 20. Juli 2018

6 Volt

Bei der Zündapp hat sich nun auch die Batterie verabschiedet. Und zwar so richtig. Da kam wirklich garnix mehr raus.
Heutzutage ist es allerdings zumindestens kein Problem mehr eine Neue 6 Volt Batterie zu bekommen. Also flux bestellt und eingebaut.



mal sehen was die kann


zumindestens ist schon ein Säurepack mit dabei

die "etwas" kleine, alte Bakterie

ist allerdings auch scho ein paar Jahre drin - und wurde garnicht gepflegt


da  eine weiß Batterie in einem schwarzen Krad garnicht geht...


...wird kurzerhand Mattschwarz aus der Dose bemüht

mit der Befestigung bin ich noch nicht ganz durch. Das bedarf noch der Optimierung

Mittwoch, 4. April 2018

Brachländer

Ein Freund von mir riet mir einmal, meine Fahrzeuge nicht zun loben. Das würden Sie nämlich nicht vertragen.
Mittlerweile glaube ich das.
Kaum gelobt, schon kaputt.

Als ich bei der XS die Vergaser reinigte, kam zuerst mal das erwartete zum Vorschein:

Okeee..Siff und Sand im Ansaugtrakt - wieder mal.


hier auch



und schon wieder dieser komische Ranz. Irgendwie mehlig das Zeug



Naja, das war dann aber auch schnell gereinigt und wieder zusammengesteckt. Also fein frohlockt und erwartungsvoll den Kicker betätigt....ungefähr 100 mal bis das Aas dann ansprang.
Das ist aber höchst ungewöhnlich!
Also sie hat ja seit kurzem diese blöde Angewohnheit. Aber nachdem die Gaser jetzt wieder sauber sind, sollte es doch gut sein?
Naja, jedenfalls lief sie jetzt und ich bemerkte sonderbares.
Leichter Qualm lag in der Luft.
Und dieser kam stetig mit jedem drehen des Gasgriffes zwischen den Kühlrippen heraus. Einmal in die Hocke und einen Blick riskiert:
Tadaa! Es blubberte fröhlich zwischen Kopf und Zylinder raus.
Kopfdichtung im Mors.
Jackpot.

*Stöhn*

Aber wie der Zufall es will, liegt hier noch ein neuer Motordichtsatz herum.
Also doch die große Nummer.


ich hätte vielleicht vorher mal den Wasserstrahl bemühen sollen. Habe ich aber nicht. Also muß Bremsenreiniger ran


notwendiges drumherum







Die Markierung ist hier gut zu sehen


Ui! Schönes Brandbild





die waren eine große Hilfe



die Schaftdichtungen wurden bei der Gelegenheit direkt mal ersetzt


Kupferdscheiben ausglühen

so, sauber

hier gab es wohl früher mal Feindkontakt

der Zusammenbau beginnt







Tja, natürlich ging nicht alles glatt dabei. Exakt nach dem ablichten dieses Fotos, fiel beim hantieren eine der Kettenspannbögen in die Tiefen des Kurbelgehäuses.
Juhu, also alles auf Anfang.
Das war echt kötzlich.
Haben wir aber vertagt. Mit dem Spannbogen fiel nämlich auch die Laune in den Keller....


Naja, nachdem alles nochmal zerlegt wurde und der verlorene Bogen ans Tageslicht gefischt wurde, nagelten wir wieder alles zusammen. Nockenwellendeckel wird mit Dichtmasse verbaut - schon ab Werk!



Die Deckelchen für die Ventile bekamen auch neue Dichtringe

noch Öl rein

Und? Fertig?

Nö. Leider nicht. Gut laufen tut sie nicht. Das Problem lag Vergaserseitig. Nach dem synchronisieren der selbiegen ging es schon besser, aber immer noch nicht richtig. Wurde sogar schlimmer.
Was war es? Nun, eine Zündkerze hat sich verabschiedet.
Naja nu. Dies ist doch kein Problem, oder?
In diesem Falle schon, denn leider kam beim herausdrehen der Kerze direkt auch mal der Helicoileinsatz mit heraus.

Tja, also unterm Strich liegt mein gesamter Fuhrpark gerade brach. So schlimm war es noch nie.
Buick: Motor zerupft.
170er: Motor platt + Unfallschaden.
XS: gerade gelesen.
Käfer: noch zerrupft

Mein gesammter Fuhrpark?
Naja, nicht ganz:



One Krad standing.