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Samstag, 1. Juni 2024

Ein Moment der Schwäche

Kürzlich bin ich meinem eigenen Gewinnstreben erlegen, wofür ich auch postwendend vom Schicksal zurechtgestutzt wurde. 

Wie der Zufall es wollte, hatte ich die Gelegenheit meine im KFZ verbaute Batterie an ein stationäres Projekt abzugeben und zeitgleich für kleine Mark eine gleiche - neue - Batterie zu erwerben. Na super, das läuft ja wie geschmiert, denn meine hatte diesen Winter schon nicht mehr so den richtigen Bock auf Kaltstarten.

Gesagt getan und die alte Batterie flog raus und die neue sollte später an ihren Platz. Zuvor hatte ich noch was zu basteln an Kupplung, Bremsen, whatever - sie wissen schon. Nach halbwegs gelungenem Schraubertag wurde es Zeit sich davon zu machen. Also mal eben die Batterie eingebaut und angeschlossen. Aber die Plusklemme hat ja viel zuviel Platz. Hmm? Das paßt ja garnicht richtig - ist ja ganz lose. Mein Verstand brauchte eine Sekunde bis es "Klick" machte. Die Pole dieser Batterie war anders herum! Auweia, das ist mir im Eifer des Gefechtes glatt durchggegangen. Na, nochmal Glück gehabt. Just in DIESEM Moment rutscht das noch nicht angeschlossene Massekabel in seine seit Jahrzehnten vorgegebene Position und berührt für einen Sekundenbruchteil den Pluspol.

Naja, was soll da schon passieren? Wäre alles original an der Karre, dann nix. Blöderweise habe ich aber einen elektronischen Regler verbaut. Bis zu diesem Tage hat er auch all die Jahre völlig unauffällig seinen Dienst getan. Tja, dieser kurze Moment der Verpolung hat aber gereicht ihn ins Jenseits zu befördern.

Ein immer leuchtende Ladekontrolleuchte mahnte. Ok, das ist jetzt Stuhl. Also nix mit der Karre fahren, erstmal neuen Regler besorgen - und ja! Es ist der Regler. Natürlich habe ich noch rumgemessen und gemacht. Nix! Aus!  Und es stimmt auch, das dies mit einem mechanischen Regler nicht passiert wäre. In diesem Falle bin ich aber schon ein Freund der Diodengesteuerten Regler. Die leben massiv viel länger als die mechanischen und haben auch deutlich weniger Leistungsverluste. Nicht zu unterschätzen bei Leistungsschwachen Limas!



Unten im Verlies haust der Knecht

Noch ein Vorteil: der baut auch flacher als die mechanischen Regler!

Fummel


der Test mit dem mechanischen lief erfolgreich

zwei Tage später war der Ersatz in den Briefkasten getrümmert



Yeah, whatever....

zum finalen Einabu mußte die Seitenverkleidung aus Pappe runter - und dahinter eine alte Botschaft von mir an mich selber

*Hüstel*

jetzt bloß nicht verkacken und falsch anschließen

sehr stöhn

zum Glück sind die Kabel lang genung um die neue Batterie "Falsch" herum einzubauen...

Gut das man den Murks nicht sieht wenn die Klappe darüber ist...

 

 

Wenn man keine Arbeit hat, macht man sich welche, gelle?


Mittwoch, 20. März 2024

Endlich Wartung

Jaha, das mag sich einer denken - so war es aber nicht.

Die Bumsmarie war sicherlich ebenfalls verwundert das ich ihr an die Wäsche ging. Natürlich ist gerade die Zeit wo sie sich nahezu unmerklich vom Winterkrad zum Sommerkrad umwandelt, aber diesmal war es der Not geschuldet. Denn Wartung ist hier schließlich ein dehnbarer Begriff. 

Die Lima begeisterte durch Entladung und der Gasgriff durch ungenaues, ruppiges Ansprechen und einen laaangen Weg.

Also hopp:



Ach ja, erstmal alles abrupfen um dann doch keinen Platz zu haben

hier ist der Verweigerer

und da auch schon der Nächste

Huch

Nun gut, der olle Originale (Suzuki) hat wirklich ewig lange gehalten. Das wird das Reproteil sicher nicht vollbringen.

das wieder an die Vergaser zu fummeln war ein Fest

Schrecklicherweise ließ sich der Regler schneller tauschen als der Gaszug. Also eigentlich war der auch recht flott demontiert - nur bei der umgekehrten Reihenfolge haperte es. Den Nippel - oder auch Tonne - in an die Lasche im Vergaser zu bekommen (nachdem man das Gewindestück rangefummelt hatte), ist im eingebauten Zustand eine hundsgemeine Fummelei welche zu Krämpfen in den Fingern führt. Zusätzlich steigert sich die Ausprache auch ins derbe.

Aber die Vergaser ausbauen wollte ich dann auch wieder nicht - dafür hätten meine Kraftausdrücke nicht mehr ausgereicht.

Aber das haben wir nun auch endlich von der Uhr. Sommerreifen gibt es dann um Ostern rum

Samstag, 25. November 2023

Sparfuchs

Ich will weg fahren. Ein paar Stunden Fahrt werden vor mir liegen, aber ich habe Zeit. Fange früh an um gemütlich und mit komfortablem Zeitpolster vor Ort zu sein. Packe morgens entspannt meinen Kram, versorge die Viecher, trinke gemütlich meinen Kaffee aus und talpe runter zum Kraftwagen. Ich verstaue mein Gepäck, setzte mich rein, montiere umständlich das doch nie benötigte Navi, stecke den Zündschlüssel rein, ziehe den Choke, starte - und die Batterie ist nahezu tot.

???

Hääh? Ich bin doch vorgestern noch damit unterwegs gewesen. Was´n jetzt? So kalt war es die Nacht nicht und die Batterie ist keine 3 Jahre alt. Kann eigentlich nicht sein.

Scheiße. Also wieder raus aus der Karre und die Kurbel aus dem Kofferaum gefummelt. Tja, da es aber doch knackig Kühl war in der Nacht - und an diesem Morgen - entpuppte sich das Öl (20W-60) doch als ein ernstzunehmender Gegner. Hmm, also nix mit Muskelkraft.

Na gut: In die Wohnung gelatscht, Schlüssel vom Transit geholt, den geöffnet und seiner Batterie beraubt, Starterkabel angelegt und den müden Kollegen angerissen. Ja, sprang auch einfach so an. Aber die Ladekontrolleuchte hat dies leider so garnicht interessiert. Hmm, wenn ich es recht überlege, hatte ich die Tage schon das Gefühl das es mit der Außenbeleuchtung nicht mehr so weit her ist, aber die Kontrolleuchte sprang mir nicht ins Auge. Das liegt aber an ihrer Position am Zündschloß (!), schön verdeckt vom Schlüsselbund.

Gut, hier lädt gerade nix, also mal nachsehen was Lima und Regler so treiben.



Deckel runter und: Oha, schon ein Treffer

Da scheint die Kohle runtergenudelt zu sein


Tja, der erste Blick war auch direkt ein Treffer. Die Feder welche die Kohlenbürste niederdrückt lag schon am Anschlag der Führung. Somit war nicht mehr genug Druck vorhanden um die Kohle ordentlich anzudrücken. 

Ha! Kein Problem, schließlich führe ich ja ein paar Kohlen als Ersatz im Auto mit mir. Die stellten sich allerdings als unbrauchbar heraus, da es sich in diesem Falle leider nur um Kohlen für den Anlasser handelten - und die sind kleiner.

Ach Dreck. Und jetzt? So laaangsam drängte dann doch die Zeit. Zum reinschlagen, mein gemütlicher Morgen hatte schon wieder so häßliche Formen angenommen.

Eine dreckige Lösung muß her. Und ich hatte auch schon direkt einen kleinen Notpfusch-Gedanken. Es würde ja erstmal (und jeder weiß das bedeutet: für seeeehr lange Zeit bleibt das so) reichen den Druck auf die Kohle zu erhöhen, Material ist ja noch genug da. Also mal was passendes zum dazwischen fummeln suchen.

Eine abgerauchte Torpedosicherung, welche ich immer noch mit mir führte aus Gründen, kam wie gerufen. Wenn man die Spitzen kappt, paßt das genau auf die Kohle.



Geil, und wegrutschen kann sie auch nicht


Na wer sagt´s denn. Das schaute doch gut aus. Der Messi in mir triumphiert. Bloß nix wegwerfen und alles Endverbrauchen. Tja, den Motor direkt mal angerissen und es ward kein rotes Lichtlein mehr.

Natürlich habe ich nur einer von zwei Kohlebürsten diese Hilfe zukommen lassen, die Andere war ja noch in Ordnung. 


Na top, nun konnte es ja dann doch noch mit Hetze zum Termin gehen.


Ne, Zeit war immer noch genug und ich habe meinen Streßlevel auch recht schnell wieder runtergeregelt. Habe mir auf der Hälfte der Strecke sogar Zeit für eine Kaffeepause gegeben. Jaja, hörthört.


Von Daheim selber mitgebracht. Die Karre kostet schließlich schon genug Geld



Jungejunge, bin ich froh das ich das alles selber kann. Wenn ich wegen sowas jedesmal den ADAC rufen oder immer in eine Werkstatt fahren müßte....ein zeitliches wie monitäres Massengrab.

Freitag, 6. August 2021

Schrauberschlampe

Auf diesem Blog machte ich mich im letzten Monat etwas rar, weil wir einen Umzug zu bewältigen hatten und somit so gar keine Zeit für das hier zur Verfügung stand. Ein fehlender Internetanschluß tat sein übriges.

Natürlich mußte das Alteisen auch schuften. Beim sehr geforderten Transit zeigten sich auch recht bald Auflösungserscheinungen. Der Motorlauf wurde immer schlechter. Ein ruckeln und spucken, mangelnde Leistung, schlechte Gasannahme und so weiter. Also etwas was gerade beim Umzug unglaublich auf das Nervenkostüm drückt.

Aber egal, der Wagen mußte da durch und wenn ich die Peitsche nehmen mußte.

Gut, nachdem dies auch hinter uns lag, gab es dann etwas Zeit für die Schindmähre, denn so lassen kann ich das nicht. Und was habe ich gesucht, und gemacht und getan...aber mir ist nix ins Gesicht gesprungen was dieses Verhalten hätte schlüssig erklären können. Der Verteiler war schon einer der verdächtigen Kandidaten und es wurde zum Austausch geraten. Aber mangelnde Finanzen und auch der nicht zu findene Fehler ließen mich zaudern.

Und das war ein Glück.

Als mein X-Chromosom und meine Wenigkeit nämlich an einem freien Tag zusammen an unseren Eimern rumwurschtelten (der Blazer erfreute auch mit kurzzeitigen Totalausfall), stand Sie vor meiner geöffneten Motorhaube und dabei ist Ihr sofort etwas aufgefallen was ich völlig mit Betriebsblindheit belegte.

Das Pluskabel (ich habe es bei dem Auto echt mit dem Strom) hing nur noch an zwei Adern in der Polklemme! Und so nix volle 12 Volt an elektronische Zündung und somit auch nix sauber laufilaufi.

Diese Klemme war eine Notreparatur aus dem letzten Oktober glaube ich. Da brach mir auf dem Weg nach Hause kurz hinter der Schrauberhalle die Plusklemme ab. Da stand ich direkt im Dustern und natürlich auch im Regen - in jeder Hinsicht. Also schnell zur Halle gläuft, in Kisten gewühlt, neue Klemme gefindet, zurückgewetzt und eingeschräubt in dem Auto. Ungefähr so.

Naja, und wie das so ist: wenn es funktioniert, wird es vergessen. Ich hatte keine Aderendhülse verwendet und gelötet hatte ich schonmal garnicht - draußen, im dunkeln, im Wald.... Naja, jedenfalls stand ich vor der geöffneten Motorhaube und haderte mit einer Lösung. Quick and Dirty ist ja Nachts auf dem Pannenstreifen der A4 vielleicht gut, hier in Ruhe hatte ich darauf aber keinen Bock - aus Gründen.

Im Schuppen nebenan lag zum Glück ein Haufen abgelegter Klempnerkram und da gab es dann ein passendes Kupferrohr, welches mir nun als Aderendhülse dienen durfte. 

Eingebaut und es darf gestaunt werden: alle Mühsal ist beendet. Motor läuft als wäre nix gewesen.


Tja.



Sooo hält das auch ohne Aderendhülse

Hier kann man sehen, das es ohne nicht ginge. Man bin in diesem Falle nicht ich gewesen. Jetzt hält es aber. Und ja, ich kürze das noch - ich habe keine Säge hier.


Freitag, 20. Juli 2018

6 Volt

Bei der Zündapp hat sich nun auch die Batterie verabschiedet. Und zwar so richtig. Da kam wirklich garnix mehr raus.
Heutzutage ist es allerdings zumindestens kein Problem mehr eine Neue 6 Volt Batterie zu bekommen. Also flux bestellt und eingebaut.



mal sehen was die kann


zumindestens ist schon ein Säurepack mit dabei

die "etwas" kleine, alte Bakterie

ist allerdings auch scho ein paar Jahre drin - und wurde garnicht gepflegt


da  eine weiß Batterie in einem schwarzen Krad garnicht geht...


...wird kurzerhand Mattschwarz aus der Dose bemüht

mit der Befestigung bin ich noch nicht ganz durch. Das bedarf noch der Optimierung

Samstag, 26. Mai 2018

Gezündet

Gezündet im Sinne von gekauft habe ich mir dann doch endlich eine neue Batterie. Die "Alte" pfeift seit Monaten schon auf dem letzten Loch. Mal sehen ob die Varta länger hält. Aber ich sollte mich auch mal nach einem elektronischen Regler umsehen, denn der mechanische ist auch schon am schwächeln.

Irgendwas ist ja immer...

Oh Yeah, eine Markenbatterie. Ich habe mich in Unsummen gestürzt

wurde praktischerweise mit Säure angeliefert 
Zustände sind das hier

Hmm, ist jetzt nicht so alt wie gedacht

Das Motorrad fährt direkt besser.
Das Licht ist direkt besser.
Der Leerlauf ist direkt besser.

Wunder über Wunder.