Posts mit dem Label Bing Vergaser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bing Vergaser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Griffbereit

Es war an der Zeit der Zündapp ein paar nervende Kleinigkeiten auszutreiben.
Also eine Kleinigkeit hatte ein ätzend große Auswirkung und war somit schon ziemlich einschränkend.
Die Schwimmerkammer bzw, der Deckel und die Nadel waren ordentlich verschlissen. Folglich verweigerten selbige in letzter Zeit ziemlich häufig ihren Dienst und fluteten den Vergaser auf Teufel komm raus. Dieser stellte selbstredend bei so einer Nummer direkt das Arbeiten ein und das Krad bleibt schnaufend stehen wobei sprudelndes Benzin aus der Schwimmerkammer sofort mit einer Lachenbildung unter dem Fahrzeug beginnt.
Wenn sowas zwischen 5-10 mal innerhalb einer Fahrt geschieht, naja, dann nervt das wie die Sau.
Also mußte Ersatz her. Schwimmerkammer selber ist leider nicht mehr in Neu aufzutreiben, aber wenigstens der Deckel und die Nadel. Da der Schwimmer es noch wunderbar tut, wurde er nicht ersetzt.

Alt und Neu


der Neue ist was größer, paßt aber vom Gewinde her


Ok, das ist deutlich

eingebaut und Ruhe im Puff
Sooo, die zwote Baustell der Nervigkeiten waren die unsäglichen Griffe. Die waren uralt, knüppelhart und rutschig bei Nässe. Also kalte und zerämmerte Pfoten inklusive Taubheitsgefühl bis in die Ellenbögen, waren ein stehter Begleiter bei längeren Fahrten.
Jetzt auf der Custombikemesse habe ich aus einer Laune heraus einfach mal einen Satz Griffe mitgenommen und diese dann auf den Lenker montiert - mal eben...

Knallhart, zigtausende von Kilometern hinter sich und diverse Stürtze abgefangen. Zeit für die Rente. Und ja: der Kupplungshebel ist eigentlich ein umgedrehter Bremshebel - funktioniert trotzdem.

die Neuen sollen es richten

Der Gummi des Gasgriffes hatte sich schon vor 5 Jahren aufgelöst und Gewebeband ersetzte ihn als Notlösung...

...welche - wie so oft - sehr lange funktionierte.

Schiebergasgriff



ein Loch für die Schraube welche die Endkappe fixiert mußte noch angebracht werden. Der Gummi war so spak, das es nicht anders ging.





Tja, faßt sich um Welten besser an. Wirkt direkt "schwerer", satter. Geil.


Donnerstag, 15. September 2016

CO

Am Samstag wurde noch ein wenig Feinarbeit gemacht. Zündung nochmal eingestellt, warm laufen lassen, bissel über die Feldwege gefahren und dann mal an das CO-Messgerät gehangen.
Oha, 1,3 - 1,4% scheint ein wenig...wenig.
Also der Gemischschraube einen kleinen Schubs Richtung Fett gegeben bis der Wert sich bei einem gemütlich 3,8% eingependelt hatte.
Kurze Probefahrt gemacht und erkannt, daß das Ansprechen des Motors schon um Welten besser war.
So, jetzt wird es aber Zeit das ich ihn mal langsam anmelde.

Man kommmt zu nix.








Sonntag, 4. September 2016

Man lernt nie aus....

Die Laufkultur des Motors der Zündapp lies seit dem Neuaufbau zu wünschen übrig. Irgendwie läuft sie im Teillastberreich unbefriedigend.
So rau und unrythmisch.
Das nervt.
Nun ja, es ist ja jetzt auch wieder vieles neu und nicht mehr so ausgelutscht. Allerdings ist der Vergaser natürlich auch schon ein paar Monde gelaufen und die Grundeinstellung dürfte nicht mehr so ganz zum Rest passen. Also wechselte ich mal die Hauptdüsen hin und her und machte Fahrversuche. Mit der kleinsten Düse lief sie gut, aber kam oben rum nicht mehr aus dem Quark. Die mittlere (original verbaute) ist schon zu viel des guten gewesen. Und die ganz große war ähnlich doof.
Hmmm, die mittlere Düse lief auch schon laaaange im Vergaser und war auch eher schon oval.
*Hüstel*

Also mittlere Düse und Nadel mal neu bestellt. Gibt es nach etwas suchen auch noch von Bing.



Gut, das brachte schon ziemlich viel, aber noch nicht so richtig das top Ergebnis.
Mit der angegebenen Grundeinstellung im Handbuch komme ich nicht dahin wo ich hin will. Damit läuft sie nicht so gut.
Also doch mal das mächtige Internet bemüht. Viel gelesen - auch viel dummes Zeug. Aber irgendwann bin ich doch auf etwas gestoßen, was mich stutzig gemacht hat.
Ich wußte ja, das der Motor in meiner nicht mehr der Originale ist. Er ist von einer DB 201. Gleiche Leistung nur anderer Vergaseranschluß (schräg statt gerade).
Nun ja, dort stand, das die überall evrbreiteten Angaben (im WHB und im Netz) wohl eher falsch sind bzw. falsch kopiert wurden usw.
Tja, ich habe hier auch nur eine Kopie des WHB, aber eine gute zumindestens.
Naja, jedenfalls stand dort, daß die Angaben des Zündzeitpunktes falsch wären. Statt 2-3mm vor O.T., solle es doch bitteschön 4,5mm vor O.T. sein.
 
Ok, sowas ist möglich!

Das original WHB vom 170er z.B. hat auch diverse Fehler, welche erst im Nachtrag ausgeräumt werden. Vielleicht ist dies beim WHB der Zündapp auch so. Nur hat halt kaum noch einer den Nachtrag (?).

Jedenfalls habe ich das mal gemacht und war doch recht überrascht. Also es läuft gut. Der Motor ist spritziger und schafft Steigungen doch um einiges besser. Nich supergeil, weil es sind halt immer noch nur 7,5 PS, aber doch deutlich vernehmbar im Gegensatz zu vorher.
Kerzenbild natürlich dauernd kontrolliert, aber das gab keinen Grund zur Klage. Schön Rehbraun.
Jetzt stelle ich kleinen Schritten noch den Vergaser auf einen für mich angenehmen Bereich ein und dann ist es wohl gut.




Samstag, 26. Dezember 2015

Hochzeit

Sooo, endlich mal ein wenig Ruhe um hier mal wieder was fertig zu schreiben.

Nach ein paar Tagen Pause, kam ich auch endlich dazu den Motor in den Rahmen zu fummeln. Da das Triebwerk ein tragendes Element ist, benötigt dieser Schritt etwas Vorbereitung. Ich wollte es erst in der Garage machen, aber habe mich dann doch dazu entschieden es woanders zu erledigen - wo ich es dankenswerterweise auch machen durfte!
Das hat die Arbeit ungemein erleichtert.


Ein Kragen am Krümmer war eingerissen


Dem wurde mit dem Schweißgerät zu Leibe gerückt

Genau wie der Endkappe eines der Endtöpfe

Diese blieben ebenfalls nicht verschohnt

Es ist ganz schön viel Dreck und Schnodder der sich dort ansammelt und alles verklebt und verstopft. Beim Zusammenbau ist auf die Reihenfolge der Prallbleche zu achten!


So, der Rahmen wurde mit Hilfsmitteln zurechtgesetzt. Der Spanngurt entpuppte sich als sehr geeignetes Justierwerkzeug.

Jetzt mußte "nur" noch der Motor rein

Anhand der Bilder mag man es nicht glauben, aber er ist doch recht schwer

Aber dieser Heber hier, machte das Ganze zu einer einfachen Nummer


In die richtige Position heben, nix verkanten und die Bolzen durchschieben. Verschrauben und fertig.


Krümmer druff...

...und auch die Endtöpfe

dann noch schönes SAE 30 Einbereichsöl in den Motor

Richtige Menge Zweitaktöl für den Sprittank nicht vergessen

Ach ja! Da war ja noch was!

Der Hauptständer eierte gewaltig

Meine Fresse! Das war aber echt übel eingelaufen

Also mußte Material aufgefüttert werden.

Auf Maß runterreiben, fetten, einbauen. Funktioniert.

Dann noch schnell die Zündung eingestellt und im dunkeln noch eine kleine Proberunde gedreht. Sprang sofort an und lief auch ganz nett.
Aber der Rest mußte auf später vertagt werden.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Sieben Pferde und ein Pony - Zusammenbau

Am Motor der Zündapp DB 200 bin ich jetzt soweit fertig geworden. Filzdichtring wurde organisiert und es konnte losgehen. (Vorgeschichte hier und hier)
Ich brauche für gewisse Dinge manchmal ganz schön lange, da ich an sowas nicht gerade systematisch oder logisch herangehe.
Sei es drum. Jetzt ist er nach einigem gewürge dann doch zusammen.
Wie er dann laufen wird, werden wir dann ja noch sehen.



Bevor es an den Zusammenbau ging, wurden noch beide Getriebeinnereien begutachtet


Tja, die Anwerferwellen sind beide eher Arsch


dafür ist aber einer der Mitnehmer wesentlich besser

Oh ja, das rutscht wohl nicht mehr durch

alles bereit um die Kurbelwelle samt Lager einzubauen

Gehäuse erhitzen, Lager abkühlen und fertig


Dichtmasse wird dünn aufgebracht. Nein! Zwischen die Gehäusehälften gehört keine Papierdichtung

Die zweite Hälfte brauchte etwas Nachdruck und es war wegen den ganzen Wellen etwas fummeliger, aber es ging. Noch das Schwungrad aufgesteckt und die Innereien waren fertig.

Gegenlager vor der Montage schön einölen...

Anschlaggummi für den Anwerferhebel direkt mal mit erneuert


Dichtung drauf

Zylinder drauf

nächste Dichtung

für den Zylinderkopf



Kopfschrauben anziehen

und fertig