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Montag, 15. Januar 2024

Feinarbeit

Uuuuh, die dreckigen Arbeiten sind so langsam vorbei. Nun wird es etwas spaßiger, denn der Zusammenbau steht an. Viele neue und überholte Teile müßen an ihren Platz.


Puzzel


erst mal die Gummitüllen rein




NOS aus meinem Fundus

*Seufz*


So schön, aber bei mir liegen die nun schon seit über 20 Jahren rum...

...also mal was sinnvolles damit machen




Bäm!

Keder, Haubengriff, Nase, Rückleuchten

der Tacho mußte geöffnet werden, da er innen total verstaubt war. Die Karre stand angeblich viele Jahre in einer Schreinerei


Dämmpappen wurden auch schon verbaut

Bevor es nun aber weitergeht, mußte noch ein wichtiger Schritt vollzogen werden: 

Die Hohlraumversiegelung! 

Es war ein sehr günstiger Zeitpunkt dafür, denn die Karosserie ist jetzt gerade super zugänglich und keine wichtigen Teile wie Himmel oder Innenausstattung können versaut werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre das Unterfangen deutlich mühsamer. Das Wetter spielte teilweise mit. Super Sonnenschein, dafür aber total kalt. Aber ich wollte es unbedingt draußen machen, denn da saut man nicht auch noch die ganze Halle voll...

Neiiin, wir haben nicht das alles gebraucht




Platz, Luft und Licht zum arbeiten






Danach gab es erstmal noch ein Großreinemachen und als nächstes steht der Einbau des Himmels an.

Freitag, 10. Februar 2017

Quellwasser

Am Benz gibbet zwei, drei Stellen, an denen immer wieder Wasser in den Wagen eintritt.
Die Hutablage z.B. ist nach ein paar Tagen Regen feucht. Also da gelangt in kleinsten Mengen Wasser rein. Hier kann es nur durch die Heckscheibendichtung dorthin kriechen.
Gut, das ist mit elastischen Scheibendichtung sicherlich zu beheben.
Nerviger hingegen ist der Wassereinbruch im Bereich der Türe. Das Problem hatte offensichtlich schon der Vorbesitzer, denn die Türverkleidung und auch die Türpappe wiesen schon deutliche Spuren von Wasser auf. Vermoderter Stoff, wellige Pappe, Wasserkränze.

Nun, ich spendierte der Türe beim Aufbau neue Dictungen, verklebte wie in "modernen" Fahrzeugen einen Spritzschutzfolie in der Türe und vergrößerte die Ablauflöcher und machte entsprechende Aussparungen in die Gummis.
Half aber nix. Besonders die Beifahrertüre erwischt es immer wieder stark. Mit entsprechendem Resultat:
Die begradigte Pappe ist wieder wellig, die gereinigte Verkleidung ist wieder voller Wasserkränze und der Dämmfilz modert....

Hmmm, wie kann das sein?
Entweder die Folie in der Türe ist nicht dicht, oder das Wasser tritt woanders ein.
Vielleicht auch beides.
Aber ein Hinweis hat sich schon aufgezeigt:


Na, herzlichen Glückwunsch

Zumindestens über die Türdichtung kann es nicht kommen

Aber diese verräterischen Spuren lassen aufmerken

Da tritt doch glatt Wasser aus dem  Zapfenschloss heraus


Tja, das läuft schön im Bogen direkt auf den äußersten Zipfel der Türverkleidung zu. Aber kann das sein? Soviel Wasser scheint darüber nicht herzulaufen.
Aber wo kommt das Wasser in diesem Falle überhaupt her? Kann ja nur von der Scheibe, oder der Dachreling her kommen. Scheibengummi ist auch neu und zusätzlich mit Dichtmasse verbaut worden. Aber: Wasser findet immer einen Weg.
Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Nun, ich hatte aber noch anderes vor und habe deshalb die Quellsuche vertagt.
Die Räder mußten von vorne nach hinten und über Kreuz getauscht werden, damit sie sich gleichmäßig abnutzen. Das WHB und die Bedienungsanleitung sehen dies alle 3000 km vor und ich habe schon über 4000 runter. Also wurde es Zeit.

 Die Gelegenheit nutzte ich, um in die Schweller ein paar Wartungslöcher zu bohren. Denn ich wollte hineinsehen und eventuell gefangenes Wasser ablassen. Denn Ablauflöcher gibt es nicht.

Ein stufenloser Lochbohrer war eine wertvolle Hilfe um saubere Löcher zu fertigen.



das sieht gut aus

drei Löcher pro Seite sollten reichen

Jetzt ging es mit dem Endoskop auf Entdeckungstour
Beim Wiedraufbau flutete ich die Schweller durch die Löcher der Rahmenverschraubungen mit Mike Sander´s Hohlraumfett. Damals hatte ich noch kein Endoskop und konnte somit nicht erkennen wie gut oder schlecht der Auftrag mit dem Fett im Hohlraum geworden ist. Mit dem geliehenen Gerät war schön zu erkennen, das :
A) sich kein Wasser im Schweller befand
B) alles sauber mit Fett überzogen war.

Supi.

Die Löcher noch schön mit passenden Gummistopfen verschlossen.





Dienstag, 17. Februar 2015

Das Grauen kehrt zurück

Das Spochtqoupe´aus Japanesien, welches von meiner besser nölenden Hälfte beherrscht wird, mußte einer Blechreperatur unterzogen werden.
Kommt bei einem ollen Auto nunmal vor. Hier hat dies aber ein Geschmäckle, denn der Wagen wurde vor gut zwei Jahren rundum geschweißt und lackiert.
Aufgrund (damaliger) diverser zeitlicher und räumlicher Defizite wurde dies in fremde Hände gegeben.
Nun ja, machen wir es kurz: Es wurde nicht so gearbeitet wie besprochen, auch der (großzügig) gesteckte Zeitramen wurde weit überzogen und es wurde offenbar recht hastig gegen Ende. Die Lackierung war echt ok, aber man ließ sich wohl nicht soviel Zeit für die Vorarbeiten...
Man ging sehr unschön auseinander.

Letzten Sommer haben wir dem Wagen eine Kur mit Mike Sander´s Hohlraumversiegelung angedeihen lassen. Tjaaa und dabei haben wir auch gesehen, das bei den ausgeführten Sch(w)eißarbeiten doch diverse Stellen nicht gemacht, bzw übertüncht wurden. Ohje, daß war natürlich blöd.

Mittlerweile haben wir Zeit und Raum um einige Stellen zu behandeln. Und es war zudem eine gute Gelegenheit, um den Karnevalsgrauen zu entgehen.
Aber wie es immer so ist: es kommt schlimmer als man denkt. Die gesamten Innenschweller waren verrottet.
Der Außenschweller war soweit noch recht gut und wurde mit ein paar Flicken zugemacht - welche überspachtelt wurden. Nun ja, doof war allerdings das auch kleinere Löcher und malade Stellen überspachtelt wurden. Im Untergeschoß zu schweißen ist nunmal nicht so angenehm und man hat sich diese mühsame Arbeit einfach gespart.
Also hieß es hier erstmal saubermachen, entspachteln, entrosten und die uralten TÜVgerechten Horrornotflicken und Dichtmasseorgien aus grauer Vorzeit zu entfernen. Meine Fresse, daß sah aus wie fußgemalt.
Man möchte natürlich über die diversen Vorbesitzer fluchen und ihnen tausend Kamelflöhe an den Arsch wünschen, aaaaber man muß es mal so sehen: ohne diese Behelfsreparaturen wäre dieses Auto schon lange nicht mehr da.

Es war eine Schweinearbeit: alte Bleche und Rostfragmente raus, blank machen, gerade kloppen, Bleche zuschneiden und biegen, abkanten, säuber, entfetten und anpassen. Manche Bleche sind dann doch dünner als gedacht und man muß noch `nen Meter mehr wegschneiden, daß Fett läuft durch die Hitze beim Flexen und Schweißen überall raus, alles klebt und schmiert und vorallem: brennt!
Klamotten, Handschuhe, Werkzeuge. Alles ist voller Dreck der am Fett klebt.
Schweißen wird zum brutzel und das heiße Fett in Verbindung mit den Gluttropfen spratzt über einen drüber - ein Traum.
Erstaunlicherweise werden die Schweißpunkte trotzdem gut. Versiegelt sind die Falze jetzt aber auch auf ewig.
Das Fett hat alles sehr erschwert - so gut es seiner Aufgabe auch nachkommt. Dies konnte man beim Blick in die Schweller sehen. Es war überall. Aber wir haten uns auch an den Rat von Dipl.ing. Sander gehalten und nicht zuviel Fett genommen. Viel hilft in diesem Falle nicht viel. Es soll ja nur ein dicker Film sein, damit es bei normalen Sommertemperaturen auch schön in den Hohlräumen wandern kann. Wenn man die Schweller mit literweise Fett vollballert, dann bewegt sich janix mehr.

Aber gut, wir sind nicht fertig geworden und müßen demnächst das Werk vollbringen.



Hmmm...Löcher und Flicken...


Kurz mit dem Hammer drann und "Plopp" - alles weg
 
 


Flicken über einem Flicken über einem...


So, die Wagenheberaufnahme kam weg, als der offene Rest stabilisiert war.




Fahrerseite ist nicht viel schöner. Auch hier hat der Hammer ein leichtes Spiel...



Ein skeptischer Blick auf das Wagenheberaufnahmegeschwür...









Okinol Rost, diverse TÜVbratbleche, U-Schutz, nutzlose Dichtschmiere und viele Jahre Alltag ergeben einen Kessel Buntes. Prost