Dienstag, 20. Oktober 2015

Knick Knack

Der Winter naht und anstatt den finsteren Hagen endlich zusammen zu nageln um damit zu fahren, demontiere ich ihn schön fleißig.
Jaa, wenn man schon dabei ist, dann kann man doch auch mal eben....
Esel und Eis, sie wissen schon.
Gut, was ich jetzt angerichtet habe gehörte ja zu einem der Dinge, die ich unbedingt machen wollte, bevor der Hobel das erste mal Regen abbekommt.
Wenn ich eines hasse, dann ist das Wasser im Innenraum.
Die Dichtungen von Front und Heckscheibe sind die scheißersten unter der Sonne (naja, nicht wirklich) und sollen durch biegefreudige Exemplare mit dichtenden Eigenschaften ersetzt werden. Eigentlich kein Akt, denn es ist ja nix geklebt.
Da aber ein gewisser Mr. Murphy offensichtlich ziemlich häufig meine Tätigkeiten mit seinem Gesetz in Einklang bringen möchte, war es natürlich eine gewagte Annahme meinerseits.
Natürlich wurde der Scheibengummi schonmal neu eingebaut und man hatte es damals auch -  nachvollziehbarer Weise - noch zusätzlich mit Dichtmittel zu einem wasserdichten Konglomerat vermengt welches mit der Karosserie eine nahezu katholische Verbindung für die Ewigkeit eingeht.
Sparen war wohl keine Option, denn die Menge an Dichtmasse hätte auch für den ganzen Notreparaturbestand der deutschen U-Bootflotte gereicht.
Aber, aber!
Das ist natürlich auch noch nicht alles.
Denn es gab einen Grund für den damaligen Ausbau. Und zwar wurde die Scheibe wohl durch ein neues Exemplar ersetzt. Erkennbar an einem Steinschlag mit schöner Luftblase der diese zierte. Wie ich darauf komme?
Nun, die original Frontscheibe besteht aus ESG (EinscheibenSicherheitsGlas) - also "Krümelglas". Da bilden sich keine Luftblasen beim Steinschlag. Die bilden sich nur bei Verbundglasscheiben VSG (VerbundSicherheitsGlas) bei denen ist nämlich zwischen zwei Glashälften eine Sicherheitsfolie verklebt. Diese verhindert das früher übliche zerspringen des unter Spannung stehenden Krümelglases, wenn eine äußere Kraft darauf einwirkt (was durchaus gewünscht war um die Verletzungen durch große Glasscherben zu vermeiden. Den gaaanz früher waren Frontscheiben halt aus einfachem Glas.)
Warum erzähle ich das?
VSG hat gegenüber ESG einen gravierenden Nachteil wenn man es ein- oder ausbauen will: es ist leicht zerbrechlich.
Tada! Muß ich weiter erzählen?
Nö.
Hier sind die Bilder:

Es ist mittlerweile so schattig in der Halle, daß die Tassen vorgeheizt werden müssen, damit der Kaffee nicht innerhalb der ersten Minute erkaltet ist.

Japp, Herbst

Vor dem Ausbau aber schön die Anleitung lesen




 
Zuerst müssen die Fensterschlüssel (Holzrahmen) demontiert werden.





Na, die Mottenleichen haben aber auch schon H-Status...

Alleine bis hierher war es eine verfluchte Sauzucht. Sowas störrisches und auch noch steinhart dabei.

Fensterkit in Massen



Tja, sehen wir es mal so. Mit dem Steinschlag wäre es eh nix mit TÜV geworden...

Wenigstens ging es hinten ohne Probleme


Samstag, 17. Oktober 2015

Dienstag, 6. Oktober 2015

Montag, 5. Oktober 2015

Nix Bitburg

Die Zeit heilt alle Wunden und in der Erinnerung sind manche Dinge die einen angekotzt haben, dann doch nicht mehr so schlimm. Somit war ich deutlichst versucht dieses mal wieder nach Bitburg zu fahren. Obwohl ich das nach dem letzten mal nicht mehr wollte.
Aber letztlich war schrauben dann doch wichtiger. Der Blazer von der Frau brauchte dann jetzt mal dringend neue Kraftstoffleitung, da die alten sich durch undichtigkeit hervortun.
Nach den Tankdesaster werden jetzt Nägel mit Köppen gemacht. Alles neu und Ruhe im Karton. Dankenswerterweise konnten wir die Hebebühne vom Hallennachbarn in beschlag nehmen. Das vereinfacht doch alles erheblich. Diesen Kram möchte man nicht kriechend auf dem Hallenboden ausbauen.
Die Leitungen werden aber in einer Werkstatt in der Nähe neu gebaut, da es sich nicht lohnt diese in den USA zu bestellen.

Blingbling Mustang vom Kumpel lieber raus gestellt



Ja, so läßt es sich besser schrauben



Uiuiui



Nach Stunden und diversen Kopfstößen war es geschafft


Oh ja, das wurde höchste Zeit



Auweia


Wärend das Fräulein sich als mit ihrem Klötzchen beschäftigte, kümmerte ich mich in der Zeit um meine Wracks.
Die Vergaserdichtung beim Buick mußte nun gegen ein richtig passendes Stück ersetzt werden, nachdem ich beim letzten mal notgedrungen eine nicht genau passende als Kompromiss eingebaut hatte.




Dabei habe ich direkt auch mal nach dem Unterdruckschlauch für die Bremse gesehen. Mir kam die Bremsleistung in letzter Zeit etwas komisch vor. Es ging irgendwie so "hart" bzw. schwer von statten. Und das ist eher untypisch, denn an der Karre geht eigentlich nix schwer. Zudem fand ich, daß sich die Geräuschkulisse aus dem Motorraum doch irgendwie geändert hatte. Irgendwie zischte es mehr. Alles schleichend passiert, aber dann doch irgendwann auffällig. Denn an einer Stelle, an der ich auf den Weg zu Halle immer runterbremsen muß, musste ich doch mittlerweile ziemlich stiefeln.
Hmmm, alle Schlauchschellen waren fest. Also lieber mal ausbauen und nachsehen. 
Tschja und siehe da:

Na, der ist doch mal was für die Mülltonne
 Oh ja, der wurde natürlich sofort erneuert. Und jetzt ist die Bremsleistung auch wieder so wie es sich gehört. Schön weich mit gutem Druckpunkt.


Dann rückte ich dem U-Schutz in den Kotflügeln des finsteren Hagen zuleibe. Aber das ist keine befriedigende Arbeit.
Zudem dauert das entfernen echt richtig lange und ist vom Ergebnis nicht wirklich überzeugend. Obwohl der Kram wirklich uralt ist, hat er sich stellenweise seine zähigkeit bewahrt und geht sauschwer ab, oder verschmiert alles.
Hmmm, das verlangt nach anderen Geschützen, denn so dauert das ja ewig. Entweder chemisch durch eine art Abbeizer, oder doch mal tiefer in die Tasche greifen und die Dinger mit Eis strahlen lassen...



Irgendwann neigte sich auch dieser Tag dem Ende zu und es wurde zeit sich auf den Heimweg zu machen. Aber für die kleinen Momente ist immer noch ein Blick übrig:








Tankdesaster

Beim Blazer bildete sich unter dem Tank immer wieder eine kleine Krafstoffpfütze. Sowas ist garnicht gut. Da mußte schnell Ursachenforschung betrieben werden. Nach dem Abbau des Rammschutzes kam ein ziemlich rostiger Tank zum Vorschein. Klar, der hängt in einem wunderbaren Mikroklima aus Spritzwasser und nassem Dreck. Also erstmal raus damit und nachsehen.
Nun, die Leitungen der Benzinpumpe (ist im Tank verbaut) sahen auch schon eher Arsch aus. Das war alles irgendwie doof. Die Reparaturversuche an den Leitungen waren auch zum scheitern verurteilt. Alles zu gammelig, zu eng.
Alsbald wurde ein neuer Tank sowie eine neue Benzinpumpe bestellt. Da es den Kram zu kaufen gibt, muß man da nicht rummachen.
Nachteil ist natürlich, das der überwiegende Teil der Ersatzteile in den USA bestellt werden muß und deshalb ein paar Tage Wartezeit einzuplanen sind. Aber das ist letztlich auch ok, wenigstens gibt es die Sachen noch in Neu zu kaufen!
Das ganze Anbaugeraffel wurde direkt mitbestellt.
Als die Teile da waren, wurden sie nochmal lackiert und vor dem endgültigem Einbau unter dem Wagen mit Fluid Film behandelt. Das dürfte für geraume Zeit halten.

Der Einbau war etwas kniffelig. Denn so in Rückenlage auf dem kalten Garagenboden mit der Taschenlampe ziwschen den Zähnen und unter doch sehr beengten Verhältnissen....tja, da gibt es angenehmeres. Nach diversen Flüchen war es aber geschafft und der Tank saß an seinem Platz - aber irgendwie nicht so richtig. Hach ja, das nahende Ziel vor Augen öffnet Flüchtigkeitsfehlern Tür und Tor. Die Leitungen verlaufen über den oberen Fangbändern - war in diesem Fall aber nicht so und somit wurden die Gummileitungen gequetscht. Aargh! Also nochmal raus das ganze und dann unter weiteren Verwünschungen richtig machen.
Himmelherrgott.

Aber natürlich war es damit leider nicht getan. Denn nachdem die hintere Peripherie neu montiert war, gab natürlich das nächste schwache Glied der Kette auf: die Druckleitung.
Die tropfte nun lustig vor sich hin.
*Stöhn*
So, das war der Punkt wo einem klar wurde: der ganze Kram kommt jetzt aber auch Neu rein! Und das nächste mal wird auf einer Bühne gearbeitet.







Und natürlich war der Tank gerade voll...


Ohweh




Soooo, das ist schonmal neu.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

прощание (*proshchaniye)

Die Frau hat den kleinen, braven Rumpelrussen verkauft.
Das finde ich persönlich sehr schade und rufe ihm ein echt gemeintes lebe wohl hinterher. Es war lustig mit dir...