Samstag, 4. Dezember 2021
Mittwoch, 24. November 2021
Die eigenen sind die Besten
Was für Witze gilt, gilt auch für Fehler die man macht. Hier auf dem Blog sind sie mannigfaltig nachzulesen (die Fehler) und für Nachschub wird gesorgt.
Sie erinnern sich, das ich anmerkte das es beim schalten Probleme gab, ja? Gut.
Dann paßt mal auf:
Bevor ich das Getriebe ausbauen wollte, besorgte ich mir einen (tasächlich günstigen) Ersatz. Somit hatte ich ein Ersatzteillager, oder gar etwas was sich direkt tauschen ließe. Zumindestens hatte ich aber ein Studienobjekt direkt in der Hand um mal zu kapieren was da jetzt so los sein kann. Denn das Werkstatthandbuch alleine ist oftmals nicht genug um hinter ein Problem zu steigen.
| nicht ganz komplett, aber die wichtigsten Sachen sind da |
Um das Getriebe auszubauen muß Gott sei dank nicht wieder der Motor raus. Es "reicht" nur den Innenraum zu zerlegen ^^
| das ganze Teppichgeraffel muß raus |
| und nach dem lösen von 70 Schrauben und dem Schalthebel kann auch schon der Getriebetunnel abgenommen werden |
Und dann geht es los. Das Kardangelenk muß abgeschraubt werden, um die Kardanwelle nach hinten zu schieben, damit Platz ist. Getriebe von unten mittels Wagenheber stützen und dann die Verschraubung vom Lagerbock lösen. Die Tachowelle wurde auch aus ihrem Sitz gelöst und dabei stellte ich schon fest, das sie nicht (wie fälschlich angenommen) defekt ist. Hmmm, dann wäre ja der Antrieb im Mors (das hatte ich gaaaaanz heimlich befürchtet).
Aaaaber dann:
| Hmm? Was baumelt denn da auf der Wel.... |
| Och nö |
| Weia |
| Tschja, das ist natürlich nicht richtig |
Nun, dies ist die Ursache. Die Nutmutter hatte sich gelöst. Offenbar hatte ich sie nicht fest genug angezogen oder es gar vergessen. Ich weiß es nicht mehr. Eigentlich gehört hier auch eine Bechersicherung noch dahinter - laut Ersatzteilbuch - aber die habe ich in meinem Fundus nicht und auch auf den alten Bildern der Demontage ist sie nicht zu sehen. War wohl schon lange vergessen.
Tschja, das ist natürlich strunzdämlich. Da habe ich aber stramm gepennt. Egal ob ich da abgelenkt wurde, oder viel Zeit zwischen Aus- und Einbau lag, das zählt nicht. Man muß alles nochmal kontrollieren, auch den eigenen Kram.
Dadurch, das die Nutmutter lose auf der Welle baumelte, war die Hauptwelle nicht mehr fest im Gehäuse und bewegte sich lustig hin und her. Somit war auch der normalerweise geklemmte Tachowellenantrieb lose und übertrug keine Kraft mehr. Tada!
Flüssige Schraubensicherung und ordentlich Drehmoment werden die Mutter nun aber an ihrem Platz lassen. Danach ließ sich das Räderwerk auch wieder schön drehen und exakt führen. Ich denke das war es und lege es jetzt darauf an, daß das Getriebe dadurch keinen großen Schaden nahm. Sollte es doch jammern, dann kann ich es immer noch ausbauen.
Alter Schwede, das war ja mal wieder...pffff.
Montag, 22. November 2021
Ernsthaft?
| Ein schöner Ventilfederspanner |
| Der ist perfekt für die Nummer hier. Ansonsten hätte nämlich der Vergaser, Brücke und Krümmer demontiert werden müssen |
| schnippschnapp |
| Tja, das sieht ja seltsam aus. Nicht dicht, oder was?...wußte ich ja schon. Duckverlusttest, Sie vertehen? |
| Tja, brachte aber nix. Das Tragbild ist ´ne Katastrophe |
Mittwoch, 17. November 2021
Montag, 15. November 2021
"Der Wagen macht die Halle doch erst gemütlich..."
Na, was kommt alle Jahre wieder? Richtig, das Christkind, der Osterhase, eine Steuererhöhung und der Winterzwangsaufenthalt vom 170er in der Halle.
Da sich der Motorlauf weiter verschlechterte machte es keinen Sinn noch länger zu warten. Rein in die Halle und wieder runter mit dem Kopf. Mittlerweile geht mir das leichter von der Hand als zu tanken.
Zuvor gab es aber noch eine Hürde zu bewältigen: Es war Samstag.
Dies bedeutet leider, das man (also ich) in der Regel kaum dazu kommt an der eigenen Karre was zu machen. Hinz und Kunz schauen permanent vorbei und es wird immer irgendwas von links nach rechts geschoben oder es wird eine helfende Hand benötigt ect. Das ist nicht immer schön - zumindestens nicht wenn man mehr machen möchte außer Kaffee trinken. Selbstverständlich bleibt man von aufbauenden Gemeinheiten auch nicht verschohnt, denn das die Karre halbzerlegt in der Halle rumliegt, ist für alle ja schon normal. Manch einer dachte gar es wäre Deko. Und ohne den wäre die Halle ja auch nicht so gemütlich, das müsse ich schon zugeben.
Hihi...
Nun, als die meißten Witzbolde sich getrollt hatten um ihren freien Samstag zu einem glücklichen Ende zu führen, fing für uns übriggebliebene Figuren das Elend an.
Persönlich hätte ich es dabei belassen den Eimer in die Ecke zu stellen und mich zu grämen. Das beistehende Fußvolk (zwei an der Zahl) war aber noch frisch und voller Tatendrang.
Na gut.
| erstmal Wasser lassen |
| dann wurde das ganze Geraffel entfernt was den Zugriff verhindert |
| umsichtig wie ich bin, hatte ich schon Ersatz besorgt |
| hier der umgedrehte Zylinderkopf mit der angeklebten (!) Dichtung. Schön zu sehen wo sie durchbließ |
Das die die Kopfdichtung mit Dichtmasse(!) eingesetzt wurde, läßt schon aufhorchen. Da hat man der doch recht primitiv hergestellten Dichtung alleine nicht über den Weg getraut. Zurecht wie man sieht. Totaler Müll. Keine Ahnung wo die diese herhaben.
Schöner ward es eine Etage tiefer aber auch nicht:
| der hinzugezogene Ingenieur (kein Witz) ist skeptisch |
| ganz schön klebrig |
Sonntag, 24. Oktober 2021
Donnerstag, 21. Oktober 2021
"Ne Tüte Chips fressen und auf der Couch bei Netflix einpennen, tja, da erlebste sowas halt nich..." *
*...Frei nach M.Manousakis - Griechischer Philosoph
Dann erzähle ich mal, was es so neues gibt bei Dr. Baustelle.
Nach der Hinterachsnummer hatte ich ein paar Tage Ruhe - womit ich Fahrtage meine, ich hocke die meißte Zeit immer noch auf dem Motorrad. Aber so richtig Ruhe war es nicht. Der Verbrauch zB. war dermaßen daneben, das es sogar mich gruselte - und ich bin da schon schmerzfrei. Aber der Motor verbraucht normalerweise nicht viel, also Ursachenforschung.
Kompression gut, CO vorbildlich, Lambda bei 1...das ist schon richtig gut und ließ jetzt da nicht soviel Ungemach erwarten. Hat der gemachte Motor soviel innere Wiederstände das es den Verbrauch derart in die Höhe drückt...? Hmm, ich kann sowas ja nicht in Ruhe lassen und muß suchen - und habe auch schnell was gefunden! Der Vergaserdeckel war leicht krumgezogen und die Dichtung war zu dünn. Tschja, aber der war in der Zeit wo der Motor weg war schön beim Spezi zum prüfen ob da was im Argen sein könnte - ohne Befund versteht sich.
Alter, meine Nerven. Also habe ich den angeballerten Deckel gelöst, Plan geschliffen und eine Dichtung in der richtigen Stärke verwendet. Das brachte alles einen dollen Schritt nach vorne. Naja, zumindestens lief er oben rum besser und soff auch schlagartig nicht mehr.
Oookäii, aber das soll natürlich nicht reichen, denn so richtig schön läuft der immer noch nicht. Wohlgemerkt, das alles war bisher so bei Km-Stand 600 seitdem der Motor wieder drinne ist. Fahren, tanken, Ventile einstellen, Öl prüfen, Schrauben nachziehen usw. Beim Km-Stand 1000 nahm ich beim abstellen des Motors ein gluckern aus dem Kühler war - ab und zu. Kam mir schon komisch vor, aber ich war mir nicht sicher ob er das nicht auch schon immer gemacht hatte. Da es sich aber verstärkte, sprach dagegen.
Ohjeh, da muß ich wohl mal einen CO-Test für das Kühlwasser machen. Eine genauere Sichtprobe ergab auch eine Öl-Sichtung im Wasser.
Oh Mann, hoffentlich "nur" die Zylinderkopfdichtung und nicht auch noch ein Riß im Block! Der CO-Test ergab das erwartete Ergebnis - Positiv. Geil! Also mal einen Druckverlusttest gemacht und dabei gab es bei Zylinder No. 4 einen deutlichen Verlust in den Kühlkreislauf - hör und sichtbar.
Na supi!
Die Zylinderkopfdichtung hat der Motorenbauer vor nicht ganz (mittlerweile) 1500 Kilometern verbaut. Was sagt man dazu? Menschliches Versagen oder schlechte Qualität der ZDK? Ich habe da so meine Meinung.
Zylinder No. 2 fällt beim Test auch deutlich aus dem Rahmen, sprich Verluste in den Ansaugbereich. Ventile sind aber eingestellt. Wenn der Kopf runter kommt nehme ich mir die auch mal vor. Zum Motorenbauer bringen weil das alles ist ja denen ihr Bier?
Näh, das mache ich nicht mehr. Ich versuche ab jetzt so viel wie nur irgend möglich selber zu machen. Kaputtschrauben kann ich das auch alleine.
Aber das ist ja noch nicht alles!
Neinnein, diesmal geht es ein Stück tiefer weiter! Seit ein paar hundert Kilometern macht das Getriebe mit einer immer größeren Ungenauigkeit das fahren zu einer spannenden Angelegenheit. Ein Blick in das Gehäuses (geht ohne das Getriebe auszubauen - wenigstens etwas) offenbahrte jetzt keine sonderlichen Auffälligkeiten - außer das sich die gesamte Hauptwelle lustig hin und her (Längsrichtung) bewegen läßt. Und das ist mal so richtig falsch!
Nun, ich habe erstmal recht günstig Ersatz geschossen und werde mir dann überlegen was ich mache. Direkt tauschen? Das eine vorher überholen, dann einbauen und dann das andere überholen? Ich weiß noch nicht.
Jedenfalls bin ich natürlich angesickt.
Einmal kotzt es mich an das die Zylinderkopfdichtung nach so kurzer Zeit + Strecke defekt ist. Eigentlich sollte man den Herrschaften bei der Firma XY die Brocken nochmal um die Ohren hauen.
Aber darauf habe ich echt keinen Bock mehr, weil die so ewig gebraucht haben und dann doch wieder was ist.. Dies wiederum sickt mich noch mehr an! Denn die ganze Scheiße hier, hätte ich "gerne" im Sommer gehabt - schließlich haben die den Motor zur Nachbesserung schon im Februar 2021 bekommen. Ich hätte mich gemütlich den ganzen Sommer mit dem Mist rumschlagen können. Aber jetzt muß ich mich im naßkalten Herbst/Winteranfang mit dem Kack abplagen. Das ist so ätzend...
Einen schönen Gruß in diese Richtung.
Naja, langweilig wird es nicht und wenigstens hat das Krad jetzt wieder Winterreifen drauf.
*Cries in Rheuma*