Freitag, 16. Oktober 2020

Und wieder, und wieder, und wieder, und wieder, und wieder........

 Wilkommen zu der gefühlt X-ten Runde im lustigen Motorentauschen.

Soooo, wie war denn der Stand der Dinge noch gleich?

Ach ja, ich hatte ja den gemachten Motor, welcher ja abermals verendete (Siehe Hier: https://tremmelbromse.blogspot.com/2020/04/possum-sed-nolo.html ) zu einem anderen Motorenbauer gebracht, damit der mal darüber schaut und mir sagt was er denn davon hält.

Tja, dessen Meinung war eindeutig. Der Motor ist kaputt. 

Aber der Haupttreffer waren die Ventilsitze. Diese wurden nämlich unsachgemäß eingebaut und somit war der Brennraum nie Gasdicht!

Dies hatte natürlich zur Folge das unkontrolliert Verbrennungsgase und Gassäulen sich überall breit machten - laienhaft gesprochen - und natürlich Schäden verursachten. Vom schlechten Lauf und der mangelhaften Leistung mal abgesehen. 

Zylinder nicht maßhaltig, Kolben Schrott, Kolbenringe auch. Lager sind naja. Ventile angegriffen.

 

Schlicht und ergreifend Pfusch am Bau.

Der Motorenpfuscher windet sich darauf angesprochen natürlich ob dieser Aussagen und es soll hier jetzt nicht das Thema werden. DAS ist eine ganz andere Baustelle die sicherlich noch einen langen Atem braucht.

Was blieb zu tun?

Hmmm, was ist eigentlich mit dem Originalmotor? Der liegt hier ja noch so unmotiviert herum. Den prüfen zu lassen kostet nicht viel und dann kann ich ja mal schauen was ich mache.

 

Also zerlege ich den Haufen doch mal:

 

Zylinderkopf runter und schon war etwas zu sehen.

Uhuu, Feindkontakt


zumindesten weiß ich jetzt wo das Geräusch herkam...

im Kopf war natürlich das Spiegelbild

Ölwanne runter...

...und Kurbelwelle, Pleuel und Kolben raus


Ooookäääyy. Die Kolbenringe haben wohl anderes zu tun gehabt

Zum Beispiel sich nach oben einen Weg ins Frei zu erkämpfen

Holy Shit!





 

Naja, das war jetzt zwar zu erwarten, aber dennoch immer wieder spannend zu sehen. Egal, der Rest sah irgendwie vertrauenserweckend aus. Also brachte ich den Motor zum Motorenbauer und wartete mal ab was da gefunden wurde.

Tja, die Antwort kam recht schnell. Kolben, Ventile und Sitze sind üm, der Rest ist supi um überarbeitet zu werden. Wat? Echt? Der Kostenvoranschlag war zu gut um ihm abzulehnen - also biddeschön, einmal alles.

Ein paar Tage später war dergemachte Motor auch wieder bei mir. Gott, hätte ich das doch direkt so gemacht und mich nicht belabern lassen. Wenn ich an die vertane Zeit denke, wird mir schlecht.


erstmal die Ölwanne blitzeblank putzen

dann den Burgmannring montieren

Rechts der Alte. Der Neue muß geteilt werden



so, dann die Ölpumpe verbauen

dabei ist daruf zu achten, das die Aufnahme des Verteilers in Fahrtrichtung fluchtet




die Gehäusehälften wurden peinlichst genau gereinigt und dann dünn(!) mit Dichtmasse versehen.


Und dann kam die Ölwanne druff.

Dann gab es wieder ein paar Tage Geldbeschaffungsmaßnahmen (Arbeiten, sie wissen schon) und endlich war wieder Wochenende und es konnte weiter gehen.


Natürlich gab es noch so manches zu überholen. Der Anlasser benötigte wieder Liebe und die Kupplung mußte mit bedacht montiert werden. OT-Markierung stimmte am Schwungrad auch.

der Zentrierdorn vom Käfer mußte leicht modifiziert werden

paßt






Hier mal ein sehr nützliches Werkzeug: Ein Gewindebolzenausdreher

Damit kann man natürlich auch Gewindebolzen eindrehen

Ein paar Dichtungen gab es auch zu erneuern

auch eine feine Sache

neue Zylinderkopfdichtung


das sollte man nicht vergessen - ist mir sonst dauernd passiert. Doof wenn die ZDK schon
 montiert ist

das selbe gilt hier




Geht ja wie geschmiert. Man könnte meinen ich hätte das schon einmal gemacht.....*Kotz*

 

 



Land of the Kupferwurm

 Jaaahhhh.... Da ist er wieder. 

Der Stachel in meinem Arsch. Der Grund im Bett zu bleiben. Die ewige Baustelle.

 


 

 Nun, aber was soll es? Vom rumheulen verschwindet der Eimer auch nicht. 

Und was gibt es diesmal? Die Elektrik in dieser Mühle ist ein wahrer Traum für jeden der sich einen Flammentot auf der Autobahn herbeiwünscht. Die Einführung der Quetschverbinder aus dem Baumarkt waren wohl ein Segen für sämtliche bastelwütigen Vorbesitzer. Hier wurde einfach alles, a-b-s-o-l-u-t alles verbastelt was es zu verbasteln gibt. Abgeschnittene Kabel, offene Kabel, Klebeband, Stromdiebe, usw. 

Zum Kotzen.

Aber der Besitzer hat zumindestens ein Einsehen. Der alte Kabelbaum soll raus und wird komplett(!) durch einen neuen ersetzt.

Wau! Ich bin baff und ein Stück weit glücklich!

Dies ist zumindestens in diesem Bereich die richtige Entscheidung. Also los, alles zerlegen:



der zerschnittene Träger kommt auch direkt in die Tonne. Ersatz liegt schon bereit



so ein Desaster

die Hälfte hiervon gehört ursprünglich garnicht dahin!

Aahh...besser

Rest demnächst...



Freitag, 25. September 2020

Ein anderer Alltag?

Die Dinge ändern sich. Eine Binsenweisheit fürwahr, aber dennoch nicht ohne Gültigkeit.

Die Leute werden alt, oder ihre Leben ändern sich und es werden Anpassungen getätigt. Die Einen bekommen Kinder  - und sofort muß die Karre weg, die Anderen werden müde - und sofort muß die Karre weg, die anderen Anderen werden wunderlich -  und sofort muß die Karre weg...usw.

Gibt immer Gründe, selten nachvollziehbar (für mich selbstredend) aber trotzdem werden sie angeführt.

Aber sowas macht vor mir ja nun auch nicht Halt. Mein Alltag schaut ebenfalls anders aus als noch vor 5 Jahren. Vor allem ändert sich auch meine Sicht auf die Dinge und natürlich auch im Hinblick auf meine motorisierten Untersätze.

Neinnein, keine Sorge, ich gedenke nicht mir ein modernes Geschwür anzulachen! DAS habe ich schon hinlänglich ausgeführt das dies nicht in Frage kommt. Gott bewahrte, Nein!

Herrgott ich wüßte garnicht was mich dazu treiben sollte? 

Derzeit habe ich als Beispiel hier einen 124 Kombi mit Dreilitersechszylinderautomatik vor der Türe stehen, welche ich für einen Freund mal durchsehen soll. Darf ich natürlich mit rumfahren wenn ich will. 

Mache ich aber nicht. 

Selbst wenn es regnet fahre ich lieber mit dem Krad als mit dem langweiligen Kack. Und das Ding ist ja schon "alt", aber fährt sich als wäre man auf den weg zu einer Beerdigung - und alles was danach kam wurde immer schlimmer.

Bäh.

 

Äh, waswollteichnochgleichsagen...?... Achso ja, 

Nun fahre ich recht viel durch die Gegend und natürlich bringt das auch Verschleiß mit sich. Die Kräder haben auch immer wieder erheblichen Wartungsbedarf - das jüngste hat nun auch mal eben fast 45 Jahre auf dem Buckel und die 100.000er Kilometergrenze stramm gerissen, da kommt sowas nunmal vor. Dennoch sind sie uneingeschränkt alltagstauglich. Was ja auch von meiner kleinen Zündapp zu sagen ist. Schnauft seit 20 Jahren brav durch alle Wetter neben mir her. 

Also von der Kräderfront eigentlich kein Handlungsbedarf zu vermelden.

Da sieht die Großwetterlage bei der Fahrzeugfront allerdings doch schon anders aus.

Der Transit ist natürlich auch was für jeden Tag - aber es ist halt ein Transporter und denn wollte ich auch nur nehmen wenn es was zu transportieren gibt. Der ist einfach ein kleiner LKW und jeden Tag geht mir das etwas auf den Kecks. Da ist ein normales Auto schon angenehmer - finde ich.

Tja, und der 170er? Hmmm, was soll ich dazu sagen? Bisher glänzt er ja durch ständige Motorschäden.

Nun möchte ich nicht ungerecht sein. Der originale Motor war einfach verschlissen und der neu gemachte wurde vom Motorenbauer zerstümpert. Das kann ich dem Hobel jetzt nicht so richtig anlasten. So richtig konnte er seine Tauglichkeit halt noch nicht unter Beweis stellen.

Dennoch steht die Frage im Raum, ob dieser Wagen für den Alltag geeignet ist welchen ich so bestreite. Die Karre marschiert auf die 70 Jahr zu und ist für ein gänzlich anderes Umfeld gebaut. Vielleicht mute ich ihm auch zuviel zu? Der bekommt bei mir im Jahr soviel zu tun, was er es früher in einem Jahrzehnt schaffen mußte. Dies gilt es für mich dann doch mal zu durchdenken. Die Ersatzteillage ist ganz Okay für einen Oldtimer. Aber weit entfernt von praktisch für ein Auto das täglich geschrubbt wird. Stehenlassen kannste den Eimer auch nicht überall.

Letztlich wäre es durchaus schlauer, wenn ich für den Alltag ein ehemaliges Massenprodukt zulegen würde. Dies hat sehr viele Vorteile: Ersatzteile zuhauf, schnell verfügbare Reproteile und am Besten noch grobe Technik für problemlosen Alltagsbetrieb.

Der geneigte Leser hat sicherlich schon bemerkt das seeeehr viele alte (bis Ende 70er) Autos  aus europäischer Produktion bei diesen Eckdaten rausfallen. Ein paar Engländer und Schweden bleiben in dieser Auflistung noch stehen. Die luftgekühlten VW´s sind bei mir mittlerweile raus. Da würde ich nur noch den Kübel mal wieder haben wollen.  

Aber ansonsten schiele ich da doch heftig nach den US-Schlitten. 

Robust und die Ersatzteillage ist grandios (wenn man sich nicht irgendeine Pretiose an Land zieht) . Ich habe kein Interesse daran wegen einer Banalität wie einem HBZ, einer Wasserpumpe, ein Heizungsventil einem Rücklicht oder sonstigem Kleinkram wochenlang auf die Suche zu gehen. Kann man ja mit einem Oldie machen der so als Sonntagsspaß fungiert. Aber das ist bei mir einfach nicht das Thema. Doof dabei ist leider, das für mich auch ein Alltagsauto einen gewissen Pfiff haben muß. Ich muß das Ding sehen und denken: Was für ein geiles Auto!  

DAS habe ich beim 170er definitiv!

Da muß wohl erstmal einer kommen der es besser kann, damit ich da schwach werde.



 


Dienstag, 22. September 2020

Schaltwege

Es ist Feierabend. Endlich. Ich schwinge mich aufs Krad und mache mich auf den Weg nach Hause. Duschen, Essen, ausspannen. Oh ja.

Auf halben Weg werden die Schaltvorgänge aber immer schlechter, ich bekomme nahezu keinen mehr geräuschfrei hin (unsynchronisiert, sie wissen schon). Mein fluchen darüber hat mittlerweile aber auch eine ähnliche Lautstärke entwickelt. Mir kommt gerade so der Gedanke, ob dies nicht doch schon eher ein mechanisches Problem sein muß, denn ein geistiges - also das Schalten und nicht das Schreien - als es schon passiert:

Beim runterschalten (in diesem Falle heißt das am Hebel ziehen) gibt der Hebel gummiartig nach. Ach du Kacke, was´n nu?

OkOkOk, Anhalte und nachsehen. Auweia, der Hebel ist in Höhe des Schaltauges mal eben gebrochen. Er hängt quasi nur am seidenen Faden. 

Boar eh!

Und jezz? Also abholen lasse ich mich jetzt nicht, sondern schalte halt eine Etage tiefer - das hat dann nicht sooo geschmeidig geklappt aber zumindestens brachte es mich zeitnah Heim.

Am nächsten Tag wurde das Gerümpel dann ausgebaut und geschweißt. Die Gelegenheit nutzte ich auch um direkt mal die Schaltung sauber einzustellen - war auch mal wieder nötig.


schnell zugefummelt

 
und wieder an seinen Platz