Donnerstag, 27. August 2020

Glockenspiel

 Wowz! Ich habe doch glatt mal wieder an meinem eigenen Kram arbeiten können. Wenn das in dem Tempo weitergeht, dann kann ich mit 70 Jahren ja glatt einen Teil von meinem Krempel auch mal fahren.

Nicht auszudenken. Was soll ich dann hier rein schreiben?


Dat Getriebe hat die finale Versiegelung erhalten.


reinigen und lackieren



die Fläche mußte von alten Dichtungsresten gereinigt werden


das gleiche Spiel war an der Glocke fällig

Die Fächen mit Dichtmittel bestreichen und zusammenstecken


und dann noch den ganzen Krempel festschrauben


Färtitsch


Montag, 24. August 2020

Mühsam?

Ist der alte Krempel mühsam?
Ja.
Derzeit ist es gewaltig mühsam, denn alles ist gerade in irgendeiner Weise kaputt, kurz davor oder gerade in der Mache.
Ja, das nervt.

Alternative?
A: noch etwas Altes kaufen was gerade läuft und TÜV hat
B: irgendeine Neuwagenscheiße kaufen und mir schön reden
C: mit der Bahn fahren




Toll,toll. Ja, hähä is klar - natürlich nix davon!
Punkt A. wäre ja noch lustig, aber die Kohle stecke ich dann doch lieber in den vorhandenen Müll.

Punkt B. wäre Hodenlos. Noch mehr Geld für noch traurigeren Müll ausgeben UND mich obendrauf noch langweilen, oder gar schähmen. Welchen Grund sollte es denn bitte dafür geben sowas zu machen?
- Der alte Kram ist mühsam? Ja, und? Schon aufgegeben? Ich bin noch nicht tot.
- Damit die Nachbarn nicht immer so doof glotzen? Dann lägen meine Probleme aber ganz woanders wenn mich das interessieren würde.
Zudem würde ich ja dann jeden Meter den ich damit fahre, nicht mit meinen alten Fahrzeugen fahren. Was für ein Blödsinn wäre das denn? Zeit und Geldverschwendung.

Punkt C.  ?
Nein, das geht einfach nicht. Sosehr mich das manchmal auch ankotzt wenn es wieder mal nicht voran geht. Aber DAS geht garnicht. Dann schon eher Fahrrad.
 
Aber egal, ich  glaube es kann mir nicht mühsam genug sein. Ich kann mir für mich selber nicht vorstellen das nur als Freizeitspaß zu sehen. Ich muß das immer haben - selbst wenn es mich Nerven kostet.
 
Dafür wird der Kram bei mir aber auch nicht geschohnt - das sollte man vielleicht auch mal sehen. 
Dies ist dann wohl der Preis.
 
 
Ober! Zahlen bitte!


Von Gabeln und Lagern

Jau, die Gabel ist nun auch soweit zusammengesteckt. Es hat sich am Ende doch alles gut zusammengefügt und es gab kaum Fehlteile. Nun habe ich aber noch einen Haufen Teile übrig.

Ach egal, haben ist besser als brauchen. 


Ist ja schonmal ganz nett. Aber da liegt noch so einiges vor mir.
Das Getriebe ist zum Beispiel so ein Kandidat. Neues Öl rein und gut ist hier keine gute Idee. Erstens weiß ich ja garnicht was damit vorher gemacht wurde und zweitens ist es ja ein Kettengetriebe, dies bedeutet jetzt nicht das es unbedingt anfälliger ist als ein normales Getriebe - aber vielleicht doch. Ich habe ja soviel Glück in letzter Zeit mit meinem Kram
 
Also mal einen Blick riskieren.
 
   
Auf dem ersten Blick ganz gut



Das olle Lager muß aber raus - eigentlich müssen alle raus

Mit Hitze und Zarter Gewalt geht alles

 
Nachdem alle Lager entfernt wurden, durfte noch der rund 80 Jahre alte Schnodder und die Dichtungsreste das Weite suchen. Chemie half hier überzeugend weiter.



ab ins Reinigungsbad



Hui! Das bringt´s!
 
 
 
 

Mittwoch, 29. Juli 2020

Lernen aus Erfahrung

Man lernt nie aus.
Dieser alte Spruch dürfte wohl niemals an Gültigkeit verlieren. Ich bin zB. bei dem Getriebe des 170ers davon ausgegangen, das ich es ordentlich abgedichtet hatte. Das war aber nicht der Fall, denn es fand sich immer wieder eine stetige Ölansammlung unterhalb des Gehäuses wieder. Dann hatte ich das Getriebe beim letzten Motortausch (*seufz*) nochmals abgedichtet, aber das war offensichtlich nicht sauber genug und der Ölverlust blieb.
Jetzt ist es nicht so spaßig das Getriebe aus dem Wagen rauszufummeln, aber "dank" der erneuten Motordesastergeschichte, liegt es jetzt willig in der Halle rum.
Also nochmal:

Öl raus und Deckel ab

mittlerweile sehe ich das mit der Dichtmasse anders. Diese kommt ab und auch nicht mehr neu drauf

hinteren Deckel sehr sauber gemacht und leicht geplant. Nun mußte eine neue Dichtung her

ganz dünn Fett auf die Dichtflächen streichen...

...und zu Papier bringen.

Noch die Löcher ausstanzen, ausschneiden,


Fertig
Aber eigentlich war der hintere Deckel dicht. Das konnte ich beim Ausbeuen schon sehen das hier die Ursache nicht lag. Ein Riß war im Guß (Leichtmetall) auch nicht zu sehen. Dennoch kam aus der Ecke Öl.
Aber irgendwie hatte ich wohl die letzten male ein Brett vor, oder ein Loch im Kopf. Anders kann ich mir nicht erklären warum ich die offene Stelle neben dem Deckel bisher wegignoriert hatte.

In der Gehäusefläche auf welcher der hintere Deckel aufliegt, ist eine Bohrung und in jehner steckt die Welle vom Rückwärtsgang drin. Es war auch deutlich die Büchse zu sehen in der das lief - und natürlich auch Öl war zu erkennen. Alles feucht. In die Welle war ein Gewinde eingeschnitten. Hmmmm, also ich hatte da noch niemals eine Schraube herausgedreht. Es war auch gut zu erkennen das an dieser Stelle schon sehr lange keine mehr saß.
Pfff, sollte das so sein?
Das WHB gab leider nix darüber her. Aber es war offensichtlich das hier Öl austrat.
Das Gewinde hatte sicherlich die Funktion um dort einen Abzieher einzudrehen damit die Welle ausgezogen werden kann im Reparaturfalle.
Aber vielleicht gehört hier auch noch was drauf?
Es gab auch einen Absatz zu Gehäuse der Perfekt für eine Schraube mit Dichtring wäre....also habe ich das einfach mal gemacht.
Papierdichtung und saugend passende Druckscheibe zu erstellen war noch ein leichtes, aber eine passende Schraube zu finden war nicht erfolgreich. Alle Köpfe waren zu hoch, den wenn der Hinter Deckel aufgesetzt wird, ist sehr wenig Platz daneben.
Also würde der Schleifbock bemüht bis es paßte. Noch schön brüniert und alles mit etwas Dichtmasse eingebaut.



Das sieht garnicht so verkehrt aus.

Deckel paßt auch

Öl eingefüllt und mal ein paar Tage stehen lassen.
Vorsorglich hatte ich noch die Ölablaßschraube mit flüssiger Rohrgewindedichtung verarztet, denn so superdicht ist das Gewinde auch nicht mehr.
jetzt sollte es gut sein.

Nö.

Nach ein paar Tagen kam ich wieder in die Halle, und unter dem Getriebe sammelte sich wieder etwas Öl. Durchaus viel weniger als zuvor, aber dennoch zuviel.
Nun konnte ich es aber lokalisieren. Es läuft zwischen Gehäuse und Glocke heraus. Nun gut, da war ich tatsächlich noch nie dran!

Dann wird es wohl Zeit....

Dienstag, 28. Juli 2020

Es werde Licht...

...damit ich messen kann.
Ein Freund hat mir ein Scheinwerfereinstellgerät zugeschanzt. Endlich. Sowas wollte ich schon länger mal haben.

 Es ist ein HELLA SEG 19 aus dem Jahr 1963.


Tonnenschwer ist das


wie im U-Boot


Strom aus Kohle

Natürlich hatten wir wärend der Rückfahrt aus dem Harz immer wieder mal angehalten und an der Elektrik gefummelt. Aber es war ersichtlich das es die Kohlen waren - oder zumindestens der Verdacht lag sehr nahe.
Eine der Kohlen hatte sich nämlich in ihrem Sitz verkantet und ließ sich von der Feder immer nur kurz dazu überreden ordentlich aufzuliegen. Das war wohl schon länger so, aber erst mit dem neuen (der alte war wirklich üm) Anker trat halt ein schleichendes Problem auf.



Da haben wir das Geraffel. Im Bauteil links stecken die Kohlen normalerweise

Nach dem durchmessen war der Anker als Verdächtiger entlastet. Hier war alles OK

der Ersatz war nicht nötig

die Verengung mit der Feile zu glätten brachte schonmal sehr viel

aber es half nicht genug

laut Buch war eine Kohle schon zu kurz

Nä, reicht nicht
 Gut, also neue Kohlen bestellt, eingebaut und Tadaaa: voller Saft

...erstmal....